Loricaria sp. „Kolumbien“ / Züngelstrich-Loricaria


Name
  1. Bilder
  2. Namen
  3. Allgemeines
    1. Herkunft/Heimat
    2. Lebensraum
    3. Wasserwerte
    4. Größe
    5. Geschlechtsunterschiede
    6. Futter
  4. Erfahrungen
  5. Zucht
  6. Literatur
  7. Links

Bilder:

Baltz

Loricaria sp. “Kolumbien” / Züngelstrich-Loricaria

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Namen

Loricaria sp. “Kolumbien” / Züngelstrich-Loricaria

Taxonomie

o- Familie: Loricariidae
  `+- Unterfamilie: Loricariinae
    `+- Gattung: _Loricaria _
      `+- Art: sp.

Allgemeines

Herkunft
Südamerika
100 km südöstlich von Bogota, nördlich von Villavicencio nahe der Ortschaft Restrepo

Lebensraum :

Klarwasserfluss mit Schotter und einige Sandbänken

Wasserwerte

Temperatur 25-28°C
pH pH 6-7,5
KH 0-?dKH
GH 0-?°dGH
AQ-Größe ab 100 cm

Größe

Größe bis 12cm

Geschlechtsunterschiede

Weibchen ist fülliger

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Futter

Flockenfutter, Lebendfutter

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Erfahrungen

Ich hatte im Februar 2005 von Pascal 7 Jungtiere erhalten, die aus seinen eigenen Nachzuchten stammten.
Ich halte sie zur Zeit zusammen mit Loricaria simillima und Sturisoma festivum in eim 500l fassenden Aquarium bei einem pH-Wert von ca. 6,5; Temperatur 28C° und ca 300µS/cm, wobei sie erstaunlich schnell wachsen.
Es sieht aus, als würden sie mit ihren Flossen über den Sand laufen, wenn es darum geht sich dem Futter zu nähern. Ich hoffe doch, dass ich Patrick noch so weit bekomme, dass er einen kleinen Zuchtbericht über diese maulbrütenden Welse schreibt.

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Zucht

Balzverhalten

Das Weibchen nähert sich dem Männchen und stimuliert es immer wieder auf der Bauchseite.

Betasten der Tiere
Betasten

Hierbei ist zu beobachten, dass die Atmung des Männchens sehr kurz und heftig ist.

Schmusen
Stimulieren

Die Balz wird immer heftiger, wobei das Männchen fast Kopf steht

Baltz
Baltz

Das Weibchen schiebt sich anschliesend neben das Männchen und gibt die Eier ab.

Baltz
Eiablage

Das Männchen nimmt nun die Eier mit dem Maul auf.

Eier werden zwischendurch abgelegt
Eieraufnahme ins Maul

Die Balz beginnt von neuem, wobei dann immer die Eier zwischendurch abgelegt wurden. Ich nehme mal an, um so die neuen an der Laichtraube zu befestigen.

Erneute Baltz

Leider ist mir die Aufzucht noch nicht gelungen, da sich andere Beckenmitbewohner immer den Kaviar einverleibt haben.

Loricaria sp Kolumbien mit Laichtraube

Aufzucht

Nach langem Versuchen ist mir die Nachzucht geglückt.
Das Problem in der Aufzucht bestand darin das das Männchen immer wieder die Traube nicht zu ende gepflegt hatte.Zuerst dachte ich das die Tiere immer Erschrecken würden und ihre Trauben deswegen Verlassen würden was sich später aber nicht bestätigte da ich Beobachten konnte wie diese auch die Eier zur Futteraufnahme zur Seite legenden und sie kurz danach wieder Aufzunehmen .Von der Eiablage bis zum Schlupf vergehen 11-12 Tage.Auch die Eier die vom Männchen nicht mehr betreut wurden in einem Inkubator mit kleinen Turmdeckelschnecken zum Schlupf zu bringen misslang. Am 05.01.06 Laichte das Paar wieder,dieses mal entschloss ich mich das Männchen mit einer UV-Lampe bei der Pflege der Eier zu unterstützen.Was auch recht gut funktionierte.Also gehe ich mal davon aus das die Keimzahl im Wasser viel zu hoch gewesen war so das dass Männchen keine Chance hatte gegen diese anzukämpfen obwohl nach neuesten Studien die Männchen über ihr Maul ein Antiseptische Substanz abgeben sollen um das Gelege gegen verpilsung zu schützen.
Die ersten Larven schlüpften nach 11 Tagen bei einer Wassertemperatur von 28°C.nach 12 Tagen waren auch die restlichen 32 Larven geschlüpft.So das ich sie jetzt in eine Hängekasten mit Filterung überführte. Die Larven haben noch einen großen Dottersack so das ich noch 3 Tage mit dem Anfüttern wartete.


Nach 3 Tagen konnten die Larven mit Artemia angefütter werden was sie auch annahmen

Nach 6 Tagen hatten die Larven schon eine Größe von 2 cm erreicht.was mich erstaunte noch nie hatte ich so schnell Welse wachsen gesehen




Erst nach 9 Tagen gingen sie Aktive auf Futtersuche So das ich nun auch mit Staubfutter (zerbröselte SERA Welstabletten) fütterte au die sie sich stürzten.

Nach 18 Tagen hatten sie eine Größe von 2,5 cm und das Filament war zwischen 0,5-08mm groß.

Nach 25 Tage hatten sie eine Größe von 3 cm und ein Filament von 0,8-1,2 mm. (Ich erwähne das Filament nur, weil das Wachstum von diesem Schwanzflossenfortsatz mir so schnell vorkommt. Die Funktion dieses Filamentes ist mit nicht klar.) Der Einhängekasten wurde zu klein worauf ich sie in ein größeres Becken mit 150L Inhalt umsetzte. Leider merkte ich erst am nächsten Tag, dass einige Tiere beim Umsetzen Schaden genommen hatten, was sich an gebrochen Schwanzstielen bemerkbar machte – also hier sollte man wirklich sehr Vorsichtig mit den Jungtieren hantieren.

Nach 38 Tagen hatten die Größten schon 4cm.

Misserfolg:

Leider stoppte das Wachstum nach ca 2 Monaten und es bildeten sich bei sehr vielen der Tiere Mopsköpfe aus, sodass ich alle Tiere nach 9 Monaten mit einer Größe von ca 7cm an Patrick abgab. Nun erhalten sie ihr Gnadenbrot in einem Diskusbecken.

Info
Die ersten Nachzuchten konnten September/Oktober 2000 von Hannes Flössholzer bei Kh 6°; pH 7,5 und einer Temperatur von 25,5C° erzielt werden.

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Literatur:

  • Mergus Wels Atlas 1 Seite 550

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Pterophyllum scalare / Skalar


Name
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Bilder:

leopoldi

P. loepoldi

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Namen

Segelflosser
Scalar

Erstbeschreibung : Lichtenstein 1823

Taxonomie

o- Unterordnung: Pleocyemata (Burkenroad, 1963)
….`+- Familie: Cichlidae
……`+- Unterfamilie: Cichliden (Buntbarsche)
……..`+- Gattung: Pterophyllum
……….`+- Art: scalare Lichtenstein 1823

Allgemeines

Herkunft

Südamerika, Amazonas bis Pucallpa/Peru sowie in Nebenflüssen Tocantins/Araguaya, Xingu, Tapajos, Trombetas, Rio Negro, Manacapuru, Coari, Tefe, Ica und im Rio Essequibo in Guayana.

Lebensraum

Wassertemperaturen in den Fanggebieten zwischen 27°C bis über 30°C, pH unter 7, KH unter 1°, Leitwert unter 100à‚µs.

Stehen unter Wurzelholz.

Wasserwerte

Temperatur 25-28°C
pH pH 6-8,0
KH 0-4°dKH
GH 0-8°dGH
AQ-Größe ab 80 cm

Größe

Größe ca. 12cm

Geschlechtsunterschiede

Nur Kurze Zeit vor dem Laichen zu erkennen. Bei dem Weibchen ist die Form des Genitalpapille (Laichröhre) abgerundet beim Männchen spitz. Oft ist auch einen etwas buckligen Kopf beim Männchen zu erkennen (-:

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Futter

Lebendfutter, Frostfutter, Trockenfutter

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Erfahrungen

Erstbefall

Ich glaube es war 1995, als ich mir die ersten Skalare gekauft habe. Ich hatte ein 150 × 60 × 60cm Becken mit HQI Beleuchtung 2 ×70 W, das ich versucht habe wie Amano zu bepflanzen (-:. Es war mit jeder Menge Wurzeln und Echinodorus bepflanzt aber immer noch mit genug Schwimmraum. Ich kaufte mir damals 10 Naturskalare auf einer Bezirksbörse. Die Tiere hatten damals ca. 6cm.
Ich hielt sie bei einer Temperatur von 27°C und pH 6,5, Kh 1° und sie Entwickelten sich prächtig. Nach à‚½ Jahr bildeten sich die ersten Paare und sie laichten ab.
In den Jahren darauf folgten immer neuere Farbvarianten auf dem Markt, die mich zu immer neuen Zuchtversuchen verführten. Ich hatte es mal eine Zeit mit Schwarzen Skalaren versucht, doch es sollte einfach mit der Nachzucht nicht klappen. Es gingen auch Gerüchte um, dass diese mit Radium bestrahlt sein sollten.
Als ich jedoch mal Goldskalare in großer Zahl vermehrte, sah ich 2 dunkle Larven unter etwa 1000, was soll ich sagen – sie wurden Schwarz wie die Nacht.
Heute besitze ich nur noch 4 Skalare, die ich von einem Besitzer habe, der keinen Platz mehr dafür hatte.
1x Natur, 1x Natur mit Streifenfehler, 1x Rotrücken und einmal [?].

Ich wollte sie schon abgeben, aber irgendwie sind sie mir ans Herz gewachsen. Na vielleicht sollte ich mal wieder ihre Eier künstlich aufziehen. Aber dazu unter Zucht mehr (-:.

Besonderheiten

Von der Gattung Pterophyllum gibt es meines wissen 3 Arten

1. P. altum (Fangorte Orinoco und Rio Negro haben einen extremen pH-Wert von 3,8-4,3/ Kh und Gh 0°)

Altum

2. P. scalare
(gibt es in verschiedene Zuchtformen wie z.B. Schleier, Rotköpfchen Gold, Schwarz, Ghostskalare usw.) Der größte Teil sind Nachzuchten, wirklich schöne Naturbelassene Stämme sind kaum noch zu finden.

Naturskalare

Skalar Zuchtform

Skalar Zuchtform

Goldskalar

3. P. leopoldi

leopoldi

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Vergesellschaftung

Skalare mit Diskussen zu vergesellschaften ist nicht anzuraten, da verschieden Parasiten dem Diskus schaden aber dem Skalar nichts anzumerken ist. Auch sollte auf die Vergesellschaftung mit Neons verzichtet werden, da die Chance besteht, das sie als Nahrung angesehen werden.

Zucht

Die Zuch von Skalaren ist recht einfach, wenn man einiges dazu beachtet.Es empfiehlt sich eine Gruppe von 10 Jungtieren zu Kaufen und sich die Paare selbst finden zu lassen. Da diese IMHO später besser das Gelege pflegen. Das Männchen beginnt seinen Laichplatz an zu putzen, dies kann ein Laichkegel, Wurzel, Pflanzen usw. sein. Nun beginnt das Weibchen seine Eier an den Laichplatz zu heften und das Männchen befruchtet sie anschliessend. Dies wiederholt sich im ca 30-Sekunden-Takt. Haben die Tiere zum ersten mal gelaicht, kommt es oft vor, dass die Eier nicht befruchtet sind. Meist spielt das sich aber nach einer Zeit von selbst ein. Wenn die Eier abgelegt wurden, beginnt das Paar, die Eier zu säubern und frisst die unbefruchteten. Leider kommt es auch des Öfteren vor, dass die Gelege gefressen werden. Skalare beschützen auch ihre Eier gegen Fische, die ihrem Gelege zu nahe kommen. Um dies in der Nacht zu unterstützen, empfielt es sich ein Nachtlicht aufzustellen.

Skalar Eier

Skalareier

Sollten die Eltern nicht Pflegen, kann man die Eier auch künstlich aufziehen indem diese entnommen werden. Die verpilzten Eier müssen entfernt werden.

Larve 2 Tage
Skalarlarven

Nach zwei Tagen schlüpfen die Larven

Nach zwei Tagen schlüpfen die Larven. In der künstlichen Aufzucht fallen die Larven nun zu Boden. Bei der natürlichen werden die Larven von den Eltern mit dem Maul aufgesogen und wieder an den Laichplatz gespuckt, wobei sie an diesem Kleben bleiben.

Freischwimmen 6Tage

Nach dem 6. Tag beginnen die Larven frei zu Schwimmen. Das ist auch der Zeitpunkt, zu dem der Dottersack aufgebraucht ist und die Larven mit Artemia mehrmals am Tag versorgt werden müssen. Trockenfutter wird nicht genommen, da hier der Bewegungsreitz zur Futteraufnahme fehlt. Die Elterntiere führen jetzt die Jungen und sie werden bei Gefahr verteitigt.

Jung Skalare

Junge Skalare benötigen viel Platz und viele Wasserwechsel, damit sie gut wachsen. Die Becken sollten mindestens eine Höhe von 50cm aufweisen.

Jung Skalare

Schon nach einer Woche kann man sehen, wie sich die Flossen anfangen auszubilden. 3 Wochen später haben sie die Form von erwachsenen Skalaren.

Verkaufsgröße

Nach ca 3-4 Monaten haben sie Verkaufsgröße erreicht.

Bemerkung:

Es sind neue und alte Aufnahmen, die nicht die beste Qualität haben. Ich hoffe ihr habt Verständniss (-:

Ich möchte mich noch bei Jürgen Breunig für das Zurverfügungstellen seiner Aufnahmen bedanken.

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Literatur:

  • Erfolg mit Skalaren / bedeverlag
  • Mergus / Aquarien Atlas

Literatur Empfehlung :

*Amerikanische Buntbarsche Bd. I
von Stawikowski & Werner

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Farlowella gracilis – Erste Zuchterfahrungen


Farlowella gracilis / Kleiner Nadelwels
  1. Bilder
  2. Wasserwerte
  3. Futter
  4. Namen
  5. Allgemeines
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    2. Lebensraum
    3. Wasserwerte
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    5. Geschlechtsunterschiede
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  6. Erfahrungen
  7. Zucht
  8. Literatur
  9. Links

Bilder:

Farlowella gracilis 07.05.04

Farlowella gracilis/Kleiner Nadelwels

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Namen

Farlowella gracilis/Kleiner Nadelwels

Taxonomie

Familie:Loricariidae
Unterfamilie:Loricariinae
Gattung: Farlowella (Schnabel-, Faden- oder Nadelwelse)
Art: acus Regan 1904

Allgemeines

Herkunft

Südamerika, Kolumbien Rio Caqueta,Cauca

Lebensraum :

schneller fließende Gewässer in Bereiche von Holz,Gräser,Ufervegetationen

Wasserwerte

Temperatur 22-30°C
pH pH 6-8,0
KH 0-?dKH
GH 0-?°dGH
AQ-Größe ab 80 cm

Größe

Größe ca 20cm

Geschlechtsunterschiede

Weibchen ist fülliger, Männchen hat am Rostrum während der Laichzeit einen Bart. (der bei dieser Art kaum sichtbar ist)

Nur schlecht zu unterscheiden

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Futter

Algen und sich daraufbefindende Kleinstlebewesen. Es werden auch genommen: Cyclops, Wasserflöhe, Mückenlarven, Futtertabletten, Tockenfutter, Erbsen, überbrühter Salat, Brokkoli, Spinat, Rosenkohl und Blumenkohl.

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Erfahrungen

Vergesellschaftung : Nicht mit Nahrungskonkurrenten vergesellschaften wie Ancistrinae,Hypostominae und Räuber z.B. Barschen usw

Besonderheiten: Wenn sie sich auf Holz legen, heben sie sich fast nicht farblich davon ab und verlassen sich bis zum letzten Moment auf ihre Tarnung. (lassen lieber Schnecken über sich kriechen als sich zu bewegen )

Erfahrungen : Ich hatte mir im Juni 2003 die ersten Farlowella gekauft unter der Artbeschreibung Farlowella gracilis (na wer weiß schon ob es wirklich welche sind). Eigentlich wollte ich ja ein Paar haben, aber für mich sahen die ziemlich gleich aus. Keine Barthaare und kein Unterschied im Leibesumfang. Also beschloss ich, sie in das 35×50×45 Becken zu den Corys zu setzen.
Nachdem ich sie an meine Wasserwerte angepasst hatte (pH ca 7; Leitwert Ca 300 µS/cm ). Kaum eingesetzt, schossen sie wie wild durch das kleine Becken. Einer davon stieg auf wie eine Rakete und landete zum Glück in der Filterkammer. Der andere steckte zwischen der Aquariumscheibe und Abdeckscheibe fest. Um die Verletzungsgefahr so gering wie möglich zu halten, schnitt ich in die Abdeckscheiben Aussparungen für die Versorgungsleitungen, so dass ich sie nun lückenlos schließen konnte.

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Zucht

Zuchttagebuch

23.12.03 Die Farlowella gracilis (???) laichen heute zusammen ab

Farlowella 23.12 beim ablaichen

Bei einem PH 6 und einem Leitwert von 350 µS/cm bei 29°C

24.12.03 26.12.03 27.12.03
24.12.03 Eier 26.12.03 Eier 27.12.03 Eier
28.12.03 29.12.03 30.12.03
27.12.03 Eier F29.12.03 Die Larven bilden sich in den Eiern 30.12.03 Ersten Larven schlüpfen

30.12.04
Am 30.12 merkte ich das nicht alle Eier an die Frontscheibe abgelegt wurden, sondern sich auch welche auf dem Boden befanden (die auf dem Boden hatte ich aufgesammelt und in ein Laichkasten untergebracht). Davon waren schon 3 geschlüpft. Da sich in dem Becken noch 30 junge Corydoras trilineatus befanden, hielt ich es für besser, die Corys umzusetzen. Insgesamt mit den Eiern an der Frontscheibe befanden sich 39 Eier im Becken.

30.12.03 Ersten Larven schlüpfen

30.12.04
Hier sieht man einen gerade geschlüpften Farlowella mit Dottersack der einem Sturisomalarve zum verwechseln ähnlich sieht

31.12.03 Larve mit Dottersack

31.12.03
Die an der Scheibe befindlichen Eier sind noch nicht geschlüpft.

Ernährung :

Jetzt wird es langsam Zeit sich Gedanken über die Ernährung zu machen!

Nach einem kurzen Telefonat mit Klaus Dreymann der mir erzählte dass sie bei ihm den Bakterienrasen aufnehmen würden und dass sich in seinen Becken recht viel Mulm befand, erinnerte ich mich, etwas im Aquarienfische gesund ernähren von Heinz Bremer davon gelesen zu haben.
Darin las ich, dass bei Loricariinae der Magen recht klein sei und die schwer verdaulichen Algen (nicht bakterielle aufgeschlossene Pflanzennahrung) in der Darmflora aufgrund kaum fischeigener Enzyme nur durch Abweiden von Algen- und Bakterienrasen die nötigen Aufwuchsbakterien zur Neubesiedelung im Darm erhielten. Ist das vielleicht der Grund für das Zusammenfallen der Bäuche, wie man es auch von Sturisomalarve kennt?
Beim weiteren Lesen entdeckte ich eine Stelle über Corydoras, die mir vielleicht eine Hilfestellung zu dem Mulm gibt. Darin stand, dass die Kotschnüre von Fischen noch 30 % der anfänglichen Nahrungsenergie aufweisen und dass bei der zweiten Darmpassage die aufgenommene Energie von 70% auf 80 bis 90% gesteigert würde. Die Mulmpartikel sind reichlich mit Einzellern und Bakterien besetzt. Ist also die Verdauungsunterstützung durch Mulm der richtige Weg?
Versuch macht kluch. 😉
Was mir noch ein bisschen Sorge bereitet, sind die ganzen Schnecken im Becken. Nahrungskonkkorenten? Oder vielleicht eine Art Vorverdauung durch Weichtiere?
Also wurde aus einem anderen Becken vom Filter der Mulm abgesaugt und in dem Farlowellabecken verteilt.
Moos- und flechtenbewachsene Äste aus dem Wald, getrocknete Brenneseln und Blattspinat dienen als Nahrung für die ersten Tage.

01.01.2004
Alle Larven sind über Nacht geschlüpft. Die Schnecken haben sich schon mächtig über den Spinat hergemacht. Nun heißt es abwarten, ob die Nahrung nach aufzehren des Dottersackes angenommen wird.
Ich hab aus einem alten Becken noch ein paar Blätter von Vallisneria reingetan.

02.01.2004
Die Larven halten sich fast alle auf den Vallisneria in der Strömung des Lufthebers auf. Ob die runden Bäuche noch der Rest vom Dottersack sind, weiß ich noch nicht.

05.01.04 Na ich weiß nicht ob das noch was wird. Die Schnecken fressen so schnell die veralgten Abdeckscheiben leer, die ich hineingestellt habe, dass die Larven keine Chance bekommen. Hab mal noch ein veralgtes Laichgitter hineingelegt.

05.01.04 Erste Futteraufnahme

10.01.04
Alle Jungtiere sind noch wohlauf – zumindestens die ich sehen kann. 🙂
Sie sind jetzt ca. 15 mm groß. Bin mal gespannt, wie es weitergeht. Sie haben zwar nicht so dicke Bäuche wie Sturisomalarven, aber eingefallen sind sie auch noch nicht.

13.01.04
Die Größten sind ca. 20 mm, aber es beginnt das gleiche Problem wie mit den Sturisomalarven.
ca. 50% haben eingefallene, die andern dicke Bäuche.
Ich werde mal schauen, ob ich Morgen noch eine veralgte Abdeckscheibe finde. Als Futter benutze ich weiterhin Sera viformo, JBL-NovoFect , Tetra Rubin, Brennesseln und Blattspinat

17.01.04
Hatte noch eine Scheibe gefunden. Leider beginnt jetzt das Sterben – es sind noch ca. 10 Larven übrig, die zum Teil noch vollgeschlagene Bäuche haben.
Was auch auffällt, ist das Abraspeln der Schneckengehäuse. (ich nehme mal an das ich nicht genug richtiges Futter bieten kann)
Die Larven sind jetzt auch sehr aktiv auf Futtersuche. Der Spinat wird noch gerne genommen. Die Larven sind jetzt bis zu 2,5 cm groß

16.01.04 Spinat finden sie ganz toll

22.01.03
Die Larven die jetzt überlebt haben wachsen für meine Begriffe doch recht schnell. Was zu beobachten ist das sie immer an der selben stelle nach Futter suchen. auch wenn dort nichts mehr ist.Futter sind jetzt hauptsächlich Spinatblätter

22.01.04 gut gewachsen

30.01.04
Bis heute haben 7 Larven überlebt )-: die größten sind jetzt etwas über 30mmDie kleinsten 20mm.Das Weibchen ist Kugelrund aber das Männchen macht nicht die geringsten Anzeichen sich wieder mit der Dame einzulassen.

05.02.04

Das Weibchen ist superdick (-: es macht sich auch schon den ganzen Abend an das Männchen rann ,ich bin mal gespannt ob sie Morgen wieder eine Chance geben mehr jungen durchzubekommen .Die 7 jung Farlowella sind noch am Leben der größte ist jetzt 40mm groß .

15.03.04

Leider hatte ich mit dem nächsten Wurf (07.02.04)weniger Glück nur ein überlebender .

Vor ein paar Tagen hatte ich wieder Nachwuchs denn ich vorhatte in einen Laichkasten zu überführen.Doch ich versuchte die Eier mit einer Rasierklinge kurz vor dem Schlüpfen abzuziehen, leider waren sie noch nicht weit genug Entwickelt so das es schief gegangen ist und nur noch 10 St. geschlüpft sind .Von den 10 St. leben nur noch 7 .Drei hatten sich in dem Netzkasten zwischen Netz und Rahmen veklemmt.

Denn 7 von Weihnachten geht es gut und sie lieben immer noch Spinat und sind jetzt ca 6cm groß

15.03.04 Wachstumsunterschiede 09.07.04 Jung Wels
Bild 09.08.04 (Geburt 31.12.04)

07.05.04
Von den an Weinachten sind es noch 6 Tiere die jetzt bis ca 7 cm groß sind..Das Tier vom 07.02 ist jetzt ca 5cm und von den 10 Stk sind noch 4 am Leben.die jetzt ca 3 cm messen.Aber wie es aussieht werden sie Morgen wieder ablaichen ,das Weibchen tastet sich wieder in die nähe des Männchen und mann sieht schon das die Geschlechtsöffnung sehr groß ist .

07.08.04
Ich hab mich richtig gefreut endlich wurde das Gelege komplett angeheftet und keines der Eier ist zu Boden gefallen. Leider habe ich die Abdeckscheibe nicht richtig verschlossen so das dass Männchen über Nacht aus dem Becken gesprungen ist .(Ich könnte mir denn Kopf umdrehen Ärger) Zu meiner Verwunderung übernahm das Weibchen die Brutpflege die nächsten 5 Tage bis zum Schlupf der Larven .seltsam ?

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Literatur:

Mergus Welsatlas
Mergus Aquarien Atlas 1/488
Ulmer Aquarienfische gesund ernähren

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WWW.scotcat.com

www.welse.net

Aphyocharax anisitsi / Rotflossensalmler (update)

Dieser Artikel erschien in Datz/Aquarien-Praxis und stammt ursprünglich von aquarium.hiltklein.de

schönes Männchen

  1. Herkunft und Lebensweise
  2. Zucht
  3. Larvenentwicklung im Bild

Taxonomie:

o- Klasse: Knochenfische Teleostomi (=Osteichthyes)
`+-Unterklasse: Strahlenflosser Actionpterygii
.`+-Ü.Ordnung: Echte Knochenfische Teleostei
..`+-Ordnung: Salmlerartige Characiformes
….`+-Unterordnung: Salmlerverwandte Characoidei
……`+-Familie: Echte Salmler Characidae
……..`+-Unterfamilie: Aphyocharacinae
……….`+-Gattung: Aphyocharax
…………`o-Art: anisitsi Eigenmann & Kennedy, 1903

Allgemeines:

Die Rotflossensalmler kommen in der Natur im Paraná-Fluss und seinen Nebenflüssen (Rio Cuiaba in der Umgebung des Ninhal Porto da Fazenda) vor. Der Paraná-Paraguay-Fluss ist nach dem Amazonas der größte Strom in Südamerika. Er entsteht in Mittelbrasilien aus dem Zusammenfluss von Rio Paranaà Â­ba und Rio Grande und mündet nach dem Zusammenfluss mit dem Uruguay in den Rio de la Plata, wobei er Brasilien, Paraguay und Argentinien durchfließt. Landschaft

Sven Stürcken hat auf seiner hervorragenden Homepage die Wasserwerte vieler Flüsse gesammelt, unter Anderem auch die vom Rio Paraná:

Rio Paraná am 12.07.1993:

  • Temp.:13°C
  • pH 7,02
  • KH 0,76°dH
  • GH 0,51°dH
  • CO2 2,5 mg/l
  • O2 70 mg/l
  • NOà‚³ n.n. (mg/l)
  • NOà‚² n.n. (mg/l)
  • Cu 10 à‚µg/l
  • 33 à‚µS/cm
  • Strömung k.A.

Diese Momentaufnahme im dortigen Winter zeigt, dass dort auch mal kühlere Temperaturen vorherrschen können.
(der Paraná ist recht lang…)

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Die bis zu sechs Zentimeter lang werdenden Salmler sollte man wegen ihres meines Erachtens (nicht im eigentlichen Sinne des Ausdrucks) ausgeprägten Schwarmverhaltens am besten in Gruppen von mindestens acht Tieren pflegen. Diese Art besetzt, auch wenn sie Platz genug zur Verfügung haben, keine Reviere. (vergleiche: Schwarmfisch )

Zusammen mit den Rotflossensalmlern kommen u.A. folgende Fischarten dort vor:

Die häufigsten Pflanzenarten:

  • Vallisneria spiralis
  • Elodea densa

Zucht:

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Nachdem ich am Montag, 2.September 2002 ein Rotflossensalmler – Weibchen, welches unfruchtbare Eier produzierte, zurück in das Gesellschaftsbecken gesetzt habe, fing ich zwei andere, gutaussehende 😉 Weibchen (nach ihrem Verhalten ausgesucht, nicht nach Aussehen, denn da unterschieden sie sich nur wenig von den Männchen) aus dem Unterwasserdickicht in meinem 150cm AQ.
Ich setzte die Fische in das mit meinem bereits bei der Zucht von Roten Neon und Sternflecksalmlern bewährten Ablaichbecken.

Es ist mit einem Laichnetz und einem Mattenfilter, der über einen kleinen Eheim-Außenfilter betrieben wird, ausgestattet und fasst ca. 21l.

Wasserwerte

  • GH: 8,5°dH;
  • KH: 5,5°dH;
  • pH 6,8;
  • NO2: n.n.;
  • NO3: 22mg(!!);
  • 23.8°C

Mit den zwei Weibchen setzte ich auch zwei Männchen ein (Auswahl wie oben, wobei das Treiben im Gesellschaftsbecken mir sehr geholfen hat).
Ich dunkelte das Becken von oben ab. (seitlich bietet das Laichnetz aus schwarzem Mückennetzstoff genug Schutz)

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Am nächsten Morgen konnte ich bereits um 8.00h ca 50 Rotflossansalmler-Eier zählen, wobei man bei meiner Angewohnheit, immer ein Büschel Javamoos im Zuchtbecken schwimmen zu haben, nie auf die tatsächliche Zahl der Eier schließen kann.
Ich hob gegen 10.00h die Salmler mit ihrem Laichnetz heraus. Die Eier sahen ausnahmslos wasserklar aus.
Am nächsten Morgen, Mittwochs also, 8.00h, sah ich schon die ersten zappelnden Larven, die sich noch offensichtlich mit dem Schlüpfen abmühten.

Durch die für Salmlerzuchtverhältnisse relativ große Wassermenge erspare ich mir in den ersten beiden Tagen einen Wasserwechsel (bis die Fische frei schwimmen und vor dem Licht einer Tachenlampe flüchten, was den WW enorm erleichtert).
Bereits am Donnerstag, also am 2. Tag nach der Eiablage, hingen die Larven an den Seitenscheiben.
Am Samstag (wenn man den Schlupftag als 1. Tag nimmt, der 4.Tag) schwammen die Jungen an der Wasseroberfläche und füllten ihre Luftblasen.

Da ich immer einen Batzen Javamoos im Becken hab, machte ich mir auch keine größeren Sorgen um die Ernährung.
Darin wimmelt es nur so vor Kleinvieh , das die passende Größe hat.
Am Montag, also am 6.Tag, schwammen die Jungfische schon recht flott durchs Wasser und ich fütterte ein paar Tropfen tiefgekühlte Rädertierchen, die sofort gut genommen wurden. Man konnte die gefüllten Bäuche gut erkennen.

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Jetzt waren die Fische abends auch ausgesprochen an der Oberfläche orientiert, wodurch ich nach mehrmaliger Schätzung verblüfft feststellte, dass da mit Sicherheit mehr als 120 Jungtiere, alle ca. 6mm lang, im Bassin schwammen!

Dienstag und Mittwoch wurde jeweils 3 mal mit Rädertierchen gefüttert, wobei die Jungfische hauptsächlich an der Wasseroberfläche Nahrung aufnahmen.

Donnerstag das Gleiche, bis um 18.32h meine 3-jährige Tochter auf die tolle Idee kam, in einem unbewachten Moment “Die Fische zu füttern”.
Sie bewerkstelligte das mit ca. 80ml (von 100ml in der Flasche) “life A” entkapselten Artemia-Eiern in konzentrierter Salzlösung!!

Schockschwerenot-SCH####-!!

Ich hab den Filter schnell abgestellt (Salzwasser setzt sich wegen der größeren Dichte meist unten ab) und hab fast alle Fische gleich abgeschöpft und in einem anderen AQ mit gleichen Wasserwerten untergebracht.
Bilanz: nach 3 Tagen haben nur noch ca. 30 Tiere überlebt!
A.anisitsi mag also keine Salzbrühe 🙂
Die 30 Überlebenden sind jetzt (01.10.2002) zwischen 8 und 12mm groß und erfreuen sich bester Gesundheit.

Bei 2 späteren Zuchtansätzen nach dem gleichen Verfahren (ohne “Spezialfütterungâ€? ;-)) kamen bisher ca.20 (beim 2. Mal) und mindestens 150 (beim 3. Versuch) Fischlarven heraus, welche heute aber gerade erst 4/2 Tage alt sind.

Nachtrag 01.01.2003:

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Aus den beiden letzten Zuchtansätzen sind nach Zählung beim Herausfangen und Umsetzen 170 Jungfische in einer Größe von mittlerweile 3 cm herausgekommen.
Alle sind gut gefärbt und schwimmen beim Füttern gefräßig an die Oberfläche.

16.01.2005

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Von dem ganzen Jungfischsegen waren mir, weil ich bis auf 15 Tiere alle abgegeben habe und aufgrund einer technischen Panne nur 4 Exemplare geblieben.

Glücklicherweise stellte es sich heraus, dass es sich dabei um 2 Pärchen handelt.

Heute Morgen haben sie zum ersten Mal wieder abgelaicht! 🙂
Das finde ich vor allem deshalb besonders toll, da meine Tiere besonders farbenprächtig sind, was man von den Individuen, die in letzter Zeit im Handel zu finden sind, leider nicht sagen kann.

Es kann also weitergehen…

Bilder, die wärend der Entwicklung der Jungfische entstanden sind:

Entwicklung

Rotflossensalmler-Brut, 7 Tage alt

Die Brut, 7 Tage nach dem Schlupf, bald wird mit der Artemia-Fütterung begonnen. Die Brut ähnelt noch stark kleinen Glassplittern, die Augen sind aber schon als dunkle Punkte gut zu sehen.

Larve, 14Tage alt

Bild eines 14 Tage alten Jungfischs. Die letzte Malzeit (Artemien) ist gut zu erkennen.

Rotflossensalmler-Brut, 23 Tage alt

nach 23 Tagen haben sie schon das Gröbste gepackt. Die Jungfische sind jetzt etwa 12-14mm lang.

24 Tage alt

Vollgefressen! 🙂

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Übrigens ist die Art auch in der Wikipedia zu finden.

Farlowella – Erfahrungen und Zucht


Farlowella acus (?)
  1. Bilder
  2. Wasserwerte
  3. Futter
  4. Namen
  5. Allgemeines
    1. Herkunft/Heimat
    2. Lebensraum
    3. Wasserwerte
    4. Größe
    5. Geschlechtsunterschiede
    6. Futter
  6. Erfahrungen
  7. Körperbau eines Krebses
  8. Zucht
  9. Literatur
  10. Links

Bilder:

Farlowella acus

Farlowella acus / Gemeiner Nadelwels

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Namen

Farlowella acus Kner 1853 / Gemeiner Nadelwels

Taxonomie

Familie:Loricariidae
Unterfamilie:Loricariinae
Gattung: Farlowella (Schnabel, Faden※ oder Nadelwelse)
Art: acus

Allgemeines

Herkunft

Südamerika; La Plata, Südliche Nebenflüsse des Amanzonas

Lebensraum

schneller fließende Gewässer im Bereich von Holz, Gräsern, Ufervegetationen

Wasserwerte

Temperatur 21-30°C
pH pH 6-8,0
KH 0-?dKH
GH 0-?°dGH
AQ-Größe ab 80 cm

Größe

bis 20cm

Geschlechtsunterschiede

Weibchen ist fülliger, Männchen hat am Rostrum während der Laichzeit einen “Bart”.

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Futter

Algen und sich darauf befindende Kleinstlebewesen. Es werden auch Cyclops, Wasserflöhe, Mückenlarven, Futtertabletten, Tockenfutter, Erbsen, überbrühter Salat, Brokkoli, Spinat, Rosenkohl und Blumenkohl gerne genommen.

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Erfahrungen

…mit der Vergesellschaftung

Da Nadelwelse nicht gerade die schnellsten bei der Futteraufnahme sind, sollte man sie nicht unbedingt mit Ancistrinae oder Hypostominae vergesellschaften, da sie von diesen oft vom Futter vertrieben werden und so zu kurz kommen können. Was man auf keinen fall tun sollte ist, sie mit Räubern wie z.B. Buntbarschen zu vergesellschaften. Ich pflege sie einmal in einem Biotopbecken mit Sturisoma und Panzerwelsen und in einem stark Bepflanztem 350 Liter-Becken mit Corydoras, L144, Garnelen und Neons, was sehr gut funktioniert.

…mit dem Verhalten

Farowella verlassen sich voll auf ihre Tarnung. Wenn man sich langsam mit der Hand nähert, kann man sie einfach wie eine Kirsche vom Baum pflücken.
Setzt man sie dann z.B. auf eine Wurzel, bleiben sie wie ein Stück Ast liegen. Auch wenn eine Schnecke über sie klettert, lässt sie das oft kalt, so lange diese nicht anfängt, an ihnen herumzuknabbern. Nähert man sich aber schnell mit einem Gegenstand (Kescher o.ä.), so entwickeln sie eine erstaunliche Geschwindigkeit.

Bei solchen Fluchtversuchen können sie auch mal bis zu 50cm über die Wasseroberfläche springen und sich auch oberhalb der Wasseroberfläche an Gegenständen festsaugen.

Darum sollte man darauf bedacht sein, die Abdeckscheibe stets dicht geschlossen zu halten. Auch beim Umsetzen springen sie gerne in hohem Bogen aus dem Wasser.

…beim Erwerb

Im Oktober ‘03 konnte ich nicht widerstehen und kaufte 3 Farlowella acus (mit ???, nicht sehr sicher), die gerade bei meinem Händler eingetroffen waren.
Ich nahm sie gleich in der Versandtüte in Empfang. Sie haben also die Einzelhandelsaquarien nie kennen gelernt.
Beim Entlassen in ein 35×50x45cm-Becken bemerkte ich, dass sie sich so verhielten wie die Farlowella, die ich bereits im Juni des Jahres gekauft hatte. Leider hatte ich nun nicht mehr die Zeit, sie genauer zu begutachten, was sich als fataler Fehler erwies.
Am nächsten Tag sah ich das Dilemma. Was ich auf den ersten Blick für einen Laichansatz hielt, entpuppte sich als Bauchwassersucht!
Die Tiere hatten auch gerötete Stellen hinter den Brustflossen, was ich auf eine bakterielle Infektion zurückführte.
Leider verstarben bereits in der ersten Zeit 2 der Welse.
Ich stockte den Bestand kurz darauf mit 4 Jungtieren auf, die sich prächtig entwickeln.

Farlowella acus - drei in der Tüte

Am 1.03.04 hatte ich die Gelegenheit, günstig 15 halbwüchsige F. acus, die ca 5cm groß waren, zu erstehen. Sie schwimmen zur Zeit noch in ihrem Karantänebecken. Leider sind 2 in den ersten Tagen verstorben. Den anderen geht es gut ich hoffe, dass es auch F. acus sind. Es handelt sich um Wildfänge, allerdings wieder ohne Fundortangaben.
Na wir werden sehen – vielleicht finde ich ja jemand, der sich mit der Bestimmung von Farlowella auskennt (-:

1.05.04
Bis jetzt sind von den 15 Tiere noch 10 übrig, die Karantäne hatte sich bewährt. Das war das erste mal, dass Welse bei mir mit Ichtyo erkankt waren. Es waren selsamerweise auch nur einzelne Tiere befallen.

16.03.05
Die 10 Tiere haben jetzt etwa eine Größe von 10-15cm und haben seit Dezember 2004 schon kräftig für Nachwuchs gesorgt. Der Nachwuchs ist jetzt etwa 5cm groß.

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Zucht

25.04.04 Die Farlowella acus (???) laichen heute bei einer Temperatur von 25°C zusammen ab.
Es sind 16 Laichkörner.
Sollten Eier heruntergefallen sein, haben sie den Corydoras panda, die sich auch in dem Becken befinden, gut gemundet.

farlowella acus Männchen beim bewachen der Eier
Bei einem PH 7 und einem Leitwert von 350 à‚µS
26.04.04 Eier 27.04.04 Eier 28.04.04 Eier
26.04.04 27.04.04 28.04.04
Über Nacht sind noch Eier dazu gekommen so das es jetzt 36St.sind Ein Ei scheint nicht befruchtet zu sein Mann kann schon sehen wie die Embryos sich in den Eihüllen bewegen .Einige Eier haben grünliches Fruchtwasser
30.04.04 Eier 02.05.04 Eier 04.05.04 Eier
30.04.04 02.05.04 04.05.04
Ich hoffe man kann sehen wie sich die Larven entwickeln Ich hoffe man kann sehen wie sich die Larven entwickeln Die Larven sind kurz vor dem Schlupf
05.05.04 Larve 07.05.04Larven 10.05.04
05.05.04 07.05.04 10.05.04
1 Tag alte Larve Es sind jetzt fast alle Larven geschlüpft Die Larven können jetzt angefüttert werden

05.05.04
Ich konne die Finger nicht wegelassen da die ersten Larven schon am 04.05 geschlüpft waren, ich habe sie so vorsichtig mit einer Rasierklinge am Becken abgezogen und in einen Netzlaichkasten überführt womit ich auch gute Erfolge mit den Sturisoma erzielt habe. Ein Teil der Larven sind geschlüpft. Mal sehen wie es Morgen weitergeht.

07.05.04
Die Larven sind jetzt bis auf wenige geschlüft. Das versetze Schlüpfen lässt sich vielleicht durch eine Laichpause von einem Tag erklären. Die Larven, die später schlüpften, hatten auch keinen so großen Dottersack wie die zuerst geschlüpften.

10.05.04
Alle Larven sin jetzt geschlüpft. Ich werde versuchen, sie mit Spinat und Futtertabletten anzufüttern. Ich hoffe es funktioniert so gut wie bei den Sturisoma.

18.05.04 03.06.04 19.03.05
Larven Larven 19.03 05 ca 10 cm groß
  Sie nehmen die Futtermischung gerne an Die Jungtiere brauchen gut ein Jahr bis sie 8-10cm haben.

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Literatur:

Mergus Welsatlas Mergus Aquarien Atlas /1/488 Verlag E.Ulmer – Aquarienfische gesund ernähren

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WWW.scotcat.com
www.welse.net

Corydoras paleatus albino Zucht

Tagebuch :
h3. 06.02.04

Ich halte die Albinos mit 3 Männchen und 3 Weibchen in einem 50er Würfel mit HMF und Luftheber bei einer Temperatur von ca. 25-28°C.

Heute haben sie wieder gelaicht. Die Laichpause hatte dieses mal ca. 2 Monate gedauert. Das Weibchen war zum platzen voll (-: und hat sehr große Mengen an Eier abgegeben. Was immer wieder zu beobachten ist ,ist das die C.paleatus immer ihren Laichplatz treu bleiben und ihre Eier auch nicht verteilen sonder zusammen ablegen

Soviel Eier mit den Fingernägel
abzusammeln ist sehr mühsam
Darum nehme ich eine Spachtel aus Edelstahl
unbefruchtetes Ei befruchtetetes Ei

^top

07.02.03

Die Eier die einen weißen Kern haben müssen entfernt werden da sie nicht Befruchtet sind und sonst durch ihre Verpilzung das Wasser verunreinigen und so die anderen Eier zerstören .

unbefruchtete Eier

Ich hoffe man kann die unbefruchteten Eier sehen (es sind die leicht weißen)

10.02.04

Heute nach 3 Tagen sind die Larven geschlüpft. Leider waren viele Eier nicht befruchtet so das viele entfernt werden mussten, um die Gefahr zu minimieren das dass Wasser kippt .Jeden Tag habe ich 50 % des Wassers gewechselt das in der Schale war.

Larven mit ihrem dicken Dottersack
Ich hoffe man kann die Larven mit ihren dicken Dottersack erkennen Sie sehen wir ein Ei mit Schwanz aus (-:

^top

12.02.04

Der Dottersack ist nun aufgezehrt mann kann jetzt mit Nauplien und Mikowürmern die Larven anfüttern .Man erkennt sehr schnell an den roten Bäuchen (bei Nauplien)das die Nahrung aufgenommen wurde..Es ist darauf zu achten das man nicht zu viel Futter gereicht wird .Da sonst das Futter verdirbt und es so schnell zu einem Bakteriellen Befall der Larven kommt.Ich wechsele jeden Tag 50% des Wassers aus einem anderen Becken das temperiert ist ,und die gleichen Wasserwerte hat.

24.02.04

Die Larven sind jetzt 17 Tage alt und recht stabil .gefüttert wird immer noch mit Nauplien.

Larven 17 Tage alt

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03.03.04

Die Larven sind jetzt ca 4 Wochen alt und sehen jetzt auch schon aus wie richtige Corydoras

Larven sind jetzt ca 4 Wochen alt

Corydoras similis Zucht


Zucht von C. similis

Corydoras similis

Kurz nach meinem Urlaub haben die similis wieder abgelaicht. Ich habe 3 Männchen und 2 Weibchen in einem Becken mit ca 20 Jungtieren (Leider habe ich zur Zeit kein Becken frei in dem ich die Jungen hälter könnte). Die Tiere laichen bei mir immer in einen Laichmopp bzw. Javafarn, was die Suche nach den Eiern sehr erleichtert. Leider sind die Eier in größtenteils nicht befruchtet, so dass ich einen großen Teil entfernen muß. Wenn ich sie mal gezielt zur Zucht ansetze, werde ich versuchen, die Ernährung durch Lebendfutter zu verbessern und erhoffe mir dadurch eine größere Laichgabe. Die Eizahl wird pro Laichgang als 40-80 beschrieben, doch bei mir sind es zur Zeit höchstens 30 Stück mit ca 40% unbefruchteten. Die Eier der similis sind Bernsteinfarben.
Sie werden mit dem Finger aus dem Laichmopp genommen und die Unbefruchteten Eier ( bei denen schon ein weißer Punkt zu erkennen ist) werden gleich entfernt. Ich überführe die Eier in eine Schale, die mit Aquariumwasser gefüllt ist und wechsel jeden Tag 50% des Wasser mit frischem, wobei ich die Eier immer auf Pilzbefall kontrolliere. Ein Antiverpilzungsmittel nehme ich nicht.

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20.04.04 Eier in Wollmopp Laich
Eier in Wollmopp Laich in der Schale
Laich Laich
   
Laich Laich
   

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28.04.04
Die Dottersäcke sind jetzt aufgezehrt, so dass ich mit dem Anfütten beginnen kann. Das Problem mit dem Anfüttern von so wenigen Larven ist, die richtige Futtermenge zu finden. Gibt man zuviel, kippt das Wasser sehr schnell in den Schalen. Ich begrenze mich auf einen Tropfen Nauplien, die am selben Tag geschlüpft sind so, dass sie noch einen hohen Energiewert haben und nicht schon zu groß sind. Am nächsten Tag werden alle Futterreste entfernt und 50% Wasser gewechselt.

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29.04.04
Leider hat sich der Schlauch bei den Artemia selbstständig gemacht, so dass ich sie heute mit Microwürmchen gefüttert habe, was ich leider nicht wollte, da sie die ersten Tage mit Artemien besser überstehen und die Nauplien das Wasser nicht so verunreinigen.

05.05.04 12.05.04
05.05.04 12.05.04
18.05.04  
18.05.04  

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05.05.04
Die Larven haben es gut überstanden; ich habe sie jetzt in ein 40 cm-Becken mit Blumentopffilter umgesetzt und füttere sie mit Artemia.

12.05.04
Die Larven haben schöne orangene Bäuche von den Artemia-Nauplien.

18.06.04

Inpaichthys kerri / Königssalmler

Inpaichthys kerri GÉRY und JUNK, 1977

(Königssalmler oder auch Blauer Kaisertetra)

Inpaichthys kerry

Taxonomie

o- Klasse: Knochenfische Teleostomi (=Osteichthyes)
`+-Unterklasse: Strahlenflosser Actionpterygii
.`+-Ü.Ordnung: Echte Knochenfische Teleostei
..`+-Ordnung: Salmlerartige Characiformes
….`+-Unterordnung: Salmlerverwandte Characoidei
……`+-Familie: Echte Salmler Characidae
……..`+-Unterfamilie: Tetragonopterinae
……….`+-Gattung: Inpaichthys
…………`o-Art: kerri Géry und Junk, 1977

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Allgemeines

Die aus Südamerika (oberen Rio Aripuana , einem rechtsseitigen Nebenfluss des Rio Madeira im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso) stammenden Königssalmler werden etwa 5cm groß. Die Männchen besetzen ein kleines Revier, in dem mit laichbereiten Weibchen abgelaicht wird. Die Schwarmbildung ist bei dieser Art nicht sehr ausgeprägt.

Der Gattungsname Inpaichthys ist ein Ableitung vom Kürzel der brasilianischen Indianerschutzbehörde INPA.

Der Gattungsname Inpaichthys ist eine Ableitung vom Kürzel INPA (Instituto Nacional de Pesquisas da Amazônia) welches die Biodiversität Amazoniens untersucht. Der Artname wurde zu Ehren des damaligen INPA-Direktors Dr. Warwick Estevan Kerr gewählt.

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– der Lapis Tetra ist im Handel manchmal unter Inpaichthys sp. “Belém” zu finden.
Die Gattung war bisher nur mit einer Art gesegnet und wenn Vater und Sohn Hoffmann Recht behalten, wird sie es auch vorerst bleiben.
Die Fa. Aquarium Glaser / Rodgau hat Anfang des Jahres 2002 von einem Zierfischexporteur aus der brasilianischen Stadt Belém einen Salmler unter dem Handelsnamen “Lapis Tetra” erhalten. Neu importiert: der Lapis Tetra, Inpaichthys sp.

Der Königssalmler frisst alles, was durch Bewegung den Fresstrieb anregt und ins Maul passt. Auch Laichkörner anderer Arten werden gerne genommen.

Die Geschlechter kann man einfach anhand der Färbung der Fettflosse auseinander halten. Diese ist beim Männchen hellblau, beim Weibchen rot gefärbt.

Die silbrig-blaue Farbe der Männchen entwichelt sich am besten in weichem Wasser, in dem sich die Tiere Naturgemäß am wohlsten fühlen.

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Erfahrungen

Mitte Oktober 2003 erhielt ich von einem Bekannten beim Besuch seines Aquarienkellers drei Königssalmler, die bei ihm als Restbestand in einem Sammelaquarium schwammen. Es handelte sich bei dem kleinen Trupp um ein ausgewachsenes Männchen und zwei ebensolche Weibchen.
Zuhause angekommen, bezogen sie sogleich ein 50-Zentimeter-Aquarium. Dieses Becken war zu dieser Zeit unbesetzt, nur diverse Schnecken belebten es etwas. Eingerichtet war es mit einem kleinen Schaumstoffmattenfilter, der mit Luftheber betrieben wird, mit etwa 2cm Sandboden, einem Busch Javafarn und einem großen Kissen aus Javamoos.
Nachdem ich die Fische eine Weile mit verschiedenen Mückenlarven, Trockenfutter und frisch gefangenen Hüpferlingen gefüttert habe, wurde bei den beiden Weibchen ein deutlicher Laichansatz erkennbar.

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Geschlechtsunterschiede

Männchen und Weibchen sind auch ohne “Schwangerschaftsanzeichen” gut voneinander zu unterscheiden, da die Männchen etwas größer sind, bläulich schimmern und die Fettflosse eher bläulich-weiß ist (Siehe Foto), wogegen die Fettflosse der Weibchen rot ist.

Vermehrung

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Wasserwerte
Ablaichverhalten
Aufzucht der Jungfische

Buntes Treiben

Wärend der nächsten Tage konnte ich in schöner Regelmäßigkeit heftiges Balzen beobachten.
Also fing ich die Königssalmler aus ihrem Domizil und überführte sie nach einer bei mir altbewärten Methode in ein 40cm-Zuchtaquarium, das mit Laichnetz und Javamoos als Laichsubstrat ausgestattet ist.
Nach 5 Tagen brach ich diesen Versuch ab, da die Salmler ihr im Hälterungsaquarium so schön zu beobachtende Balzspiel jetzt im Zuchtbecken ganz eingestellt hatten. Sie bezogen also wieder ihr altes Becken und wurden sofort wieder gefüttert.
In den darauf folgenden Tagen begann das Balzspiel von neuem. Diesmal beließ ich aber die Fische im Hälterungsbecken.

Wasserwerte:
pH 7,0
KH 4°dH
GH 8°dH
26°C

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Männchen besetzt ein Revier

Das Männchen hatte eine Art Revier im Bereich des Javamooskissens bezogen, in dessen Nähe er die Weibchen nur wärend der “heißen Phase” des Balzspiels ließ.
Am 9. November entdeckte ich dann morgens beim Füttern den ersten Laich im Gestrüpp. Ich konnte beim besten Willen nicht mehr als 15 bis 20 Eier im Dickicht ausmachen, da einfach zuviel Javamoos für einen guten Durchblick in dem Becken wächst. Wieviele es also wirklich waren, lässt sich noch nicht einmal schätzen.
Leider konnte ich am nächsten Tag auch nur noch verpilzte, also abgestorbene Laichkörner finden.

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Überraschung

Ich hatte die erfolgreiche Vermehrung dieser schönen Salmler schon fast abgeschrieben, als am 27. November dann beim Füttern 3 winzige, etwa 4mm messende “Glassplitterchen” am Rand des Javamooses herumhüpften. Offenbar hatten die Königssalmler in letzter Zeid doch noch erfolgreich abgelaicht, ich hatte es aber nur nicht bemerkt.
Die Eltern wurden kurzerhand in ein anderes Aquarium umquartiert und ich fütterte die schon frei schwimmenden Jungen mit frischen Artemianauplien, die diejenigen, die ich sehen konnte, auch gerne nahmen.
Nach und nach konnte ich zwar noch mehr als die erwähnten 3 Jungfische sehen, es waren aber auf einmal nie mehr als 5 Stück, die sich aus dem Moos trauten.

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Aufzucht

Königssalmler-Männchen, 3 Monate alt

3 Monate alter Fisch.

Mit zunehmender Größe passte ich auch den Speiseplan an, wobei ich auch Hüpferlinge, feines Trockenfutter und später auch kleine schwarze Mückenlarven verfütterte.
Bei so wenigen Jungfischen lässt sich die Futterration nur sehr schlecht abschätzen. Ich benutzte, so lange die Fische noch sehr klein waren, zum Füttern eine 20ml fassende Spritze, auf die ich einen dünnen Luftschlauch aufgesteckt habe. Damit ziehe ich die gewässerten Futtertiere auf und bringe sie so nahe wie möglich an die Jungfische heran. Das hat den Vorteil, dass nicht so viel Futter im Aufzuchtbecken vergammeln kann und damit die Wasserqualität negativ beeinflusst.
Etwa 8 Wochen, nachdem ich die ersten Fischlarven im Aquarium entdeckt habe, waren die Jungfische auf etwa 16 bis 18mm herangewachsen. Es waren insgesamt 13 Stück, die jetzt natürlich gut zu zählen sind. Es ist zwar eine magere Ausbeute, diese 13 sind aber gesund und mein Bestand ist vorerst gesichert.

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Immer wieder Jungfische

Seit der ersten Vermehrung in meinen Wassern tauchen immer wieder einige Jungfische im Elternbecken auf. Ich füttere sie nicht extra.
Mit dieser Methode “Daueransatz” sind hier nun schon über 80 Jungfische groß geworden.
Mein Bestand ist also wohl auf Dauer gesichert, wenn nicht irgend ein Unfall passiert. 🙂

Literatur

Géry, J. & W.J. Junk (1977): Inpaichthys kerri n. g. n. sp., um novo peixe caracideo do alto Rio Aripuana, Mato Grosso, Brasil. Acta Amazonica 7(3): 417-422

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Inpaichthys kerry
Inpaichthys kerry in der Fishbase

Inpaichthys kerri auf der französischen Seite von Philippe Chevoleau

Ancistrus sp. / Brauner Antennenwels

Ancistrus-Männchen

größeres Bild

Meine Ancistrüsser hab ich bei einem Händler erstanden, als sie ca. 5cm groß waren.
Es waren 4 Stück, bei denen ich den Geschlechtsunterschied aber noch nicht feststellen konnte. Später stellte sich heraus, daß ich ein Männchen und drei Weibchen im Becken hatte. Monate später beobachtete ich nach einem größeren Wasserwechsel (80%) daß das Männchen, inzwischen ca. 8cm groß, unter einem Holzstück den Sand “wegbuddelte”.
Den Raum um die entstandene Höhle verteidigte das bis dahin recht gutmütige Tier sehr aggressiv gegen die anderen Beckeninsassen.

Ancistrus sp. Weibchen

größeres Bild

Am nächsten morgen war das Tier damit beschäftigt, mit Flossenbewegungen die Höhle zu “befächeln”. Bei genauerem Hinsehen waren an der “Höhlendecke” ca. 50-60 oliv-gelbe ca.2,5mm große Eier zu sehen. Da das Ancistrusmännchen in der Folgezeit den Höhleneingang verdeckte, kann ich nicht genau sagen, wann die Jungfische geschlüpft sind. Das Gelege wurde jedoch vom Vater die ganze Zeit über befächelt und gereinigt.
Eine Woche danach hingen die jungen Antennenwelse im ganzen Becken an den Scheiben und Pflanzen und sahen schon “fertig” aus, wobei ihre Farbe eher schwarz war, mit weißen Flossenspitzen.
Sie wuchsen annähernd Verlustfrei heran, was mich vor das Problem der Weitergabe stellte, zudem die A. nach 3-4 Wochen schon wieder ein Gelege, diesmal noch größer als das vorherige, betreuten.
Glücklicherweise nahm ein Händler mir nach einem halben Jahr 150 Welse ab. Über den Erlös…;(((

Mittlerweile ist der “Grundbesatz” 7 Jahre alt und die Nachzuchttätigkeit hat sich stark eingeschränkt.