Freilandhaltung Neocaridina davidi

Neocaridina davidi – Fire Red, Invasionsgarnele, Turniergarnele, Gelbe Garnele… Haltungsversuche im Freiland.

Die ersten Neocaridinen hatte ich im Februar 2003 versehendlich in einen eingegrabenen 90l – Mörtelbottich mit ca. 50cm Wasserstand eingeschleppt.

Ende Februar gab es eine kurze Zeit mit -11°C Nachtfrost, worauf sich auf dem Wasser eine etwa 3cm dicke Eisschicht gebildet hatte. (der Frost dauerte nicht lange)

Im Juni 2003 habe ich dann den Bottich geleert. Bis dahin hatte ich nichts daran verändert seit Februar. (da bin ich zu 100% sicher)

Außer Schlamm, abgestorbenen Pflanzenresten und jeder Menge Kleingetier fand sich auch eine größere Population (>50 Tiere) jener Turniergarnelen in dem Kübel.

Dieses Erlebnis und die Schilderung von Gerd Voss (Wirbellosen-Mailingliste) über einen Dauerversuch im Freiland (beheizt) haben mich erst zu dem im September 2004 beendeten Freilandversuch mit Fire Red und Heterandria formosa bewogen.

Am 16.September 2004 habe ich die Freiluftsaison für Heterandria formosa (Zwergkärpflinge) und Neocaridina heteropoda var. red (Fire Red- oder Red Cherry-Zwerggarnele) vorläufig beendet, habe aber den Miniteich nicht völlig geleert.

Kurzer Bericht:

Start war am 15.Mai 2004,
Wassertemp.: 14°C um 10.00h morgens.
pH 7,2
GH 7,5°dGH
KH 3,0°dKH
NOx nicht nachweisbar

Eingesetzt habe ich in den 90l Mörtelkübel, der gut veralgt und mit einer Zwergseerose und Laichkraut bewachsen ist
H. formosa: 2 Männchen, 2 Weibchen
N. heteropoda 10 Tiere, davon 5Männchen und 5 Weibchen.

Sommerfrische abgebrochen am 16.September 2004 bei:

Lufttemperatur:
06.30h: 2°C
12.00h: 18°C

Wassertemp.:
6.30h: 8°C (alle sichtbaren Tiere für die Temperatur erstaunlich agil!)
12.00h: 12°C
pH 6,8
GH 3,5°dGH
KH 1,3°dKH (durch den überreichlichen Regen so abgefallen)

Herausgefangen habe ich

32 H.formosa in allen Altersstufen,
etwa
60 Garnelen, alle recht kräftig rot gefärbt.

Die H.formosa waren allesamt gut genährt, was auf die Culexlarven, Hüpferlinge und Garnelenbrut zurückzuführen ist. Verluste unter beiden eingebrachten Arten sind sicherlich durch viele Libellenlarven zu verzeichnen, die sich im Bottich aufgehalten haben.

Alle im Bottich gewesenen Tiere machen einen ausgesprochen gesunden Eindruck.

Das Thermometer hat als Wassertiefsttemperatur 7°C und als Höchstwert 32°C geloggt.

Der Durchschnitt lag bei 17°C.

Es sind also beide Arten recht variabel.

Red Fire-Garnelen – Neocaridina heteropoda

  1. Bilder
  2. Namen
  3. Allgemeines
    1. Herkunft/Heimat
    2. Lebensraum
    3. Wasserwerte
    4. Größe
    5. Geschlechtsunterschiede
    1. Futter
  4. Erfahrungen
  5. Zucht und Haltung
  6. Literatur
  1. Links

Bilder:

Fire Red - Weibchen

Weibchen – Die Weibchen sind in der Regel kräftiger gefärbt.

Fire Red - Männchen

Männchen

Männchen

Red-Fire-Kopf

Kopf

^

Namen

Fire-Red-Zwerggarnele
Cherry-Zwerggarnelen
Rückenstrichgarnele
Neocaridina heteropoda var. Red

Früher: Neocaridina denticulata sinensis

Systematik

o- Teilordnung: Caridea
  `+- Überfamilie: Atyoidea
    `+- Familie: Atyidae
      `+- Unterfamilie: Atyinae
        `+- Gattung: Neocaridina
          `+- Art: heteropoda (Kemp, 1918)

Allgemeines

Herkunft

Ursprünglich aus Gewässern in Ostchina, mittlerweile auch andere Teile Chinas, in Japan, Taiwan und Hawaii.

Lebensraum :

Fließgewässer, Tümpel, Gräben

Wasserwerte

Temperatur 10-28°C
pH pH 6-8,0
KH 0-10°dKH
GH 0-15°dGH
AQ-Größe ab 30 cm

Größe

Größe bis 2,5cm

Geschlechtsunterschiede

Die Weibchen sind etwas größer und fülliger und deutlich kräftiger gefärbt. (Siehe Fotos )

^

Futter

rote Paprika, überbrühte Brennessel-Triebe, Zucchini und Blattspinat
alle Arten von Trockenfutter, Flockenfutter, Spirulina- und Chlorella-Algen, Kaninchenpellets, tiefgekühlte Cyclops

^

Erfahrungen

Haltung und Aquarieneinrichtung

Hamburger Mattenfilter, feiner Quarzsandboden und eine Bepflanzung aus z.B. Javamoos, Javafarn, Hornkraut … hat sich bewährt.

Beispiel: 40cm Garnelenaquarium

Zucht und Haltung

Als ich vor einiger Zeit meine ersten zehn Tiere von Ulrico Czysch erhalten hatte, hatte ich natürlich keine Geduld. Es schien mir, als hätte ich die einzigen sterilen Individuen erwischt, die auf der Welt schwimmen. Selbst acht Wochen nach dem Eingewöhnen wollte sich in meinem Garnelen-Aquarium immer noch kein Nachwuchs einstellen.
Außer von den Garnelen war das Becken nur von einigen Turmdeckel- und Tellerschnecken bewohnt. Das Wasser ist in diesem Aquarium so, wie es bei mir aus der Leitung kommt: etwa 8 °dGH, 3 bis 4 °KH, pH 7,5.Die Tiere sind erstaunlich tolerant, was die Temperaturen angeht.

Exuvie einer Garnele

Exuvie einer Garnele

Bei einem Haltungsversuch im Freien traten im Jahr 2008 Wassertemperaturen zwischen 3°C (!) und 33°C auf, die von den Neocaridina ohne ersichtlichen Schaden überstanden wurden. Im Mai 2007 hatte ich einige Tiere in einen 90 Liter fassenden Mörtelkübel gesetzt und im September die vielfache Menge vor dem herannahenden Winter in Sicherheit bringen können. Die herausgefangenen Tiere waren alle ausgesprochen kräftig gefärbt. Einige sind mir wohl durch die Lappen gegangen, denn im Frühjahr 2008 konnte ich wieder welche in besagtem Kübel finden. Die haben den Winter – wieder mal – im Freien überstanden.

Ab und zu treten Fehlfarben auf:

firered-fehlfarbe

Fire-Red-Zwerggarnele (Neocaridina heteropoda var. Red) mit Pigmentstörung

Foto: Sylvie Moratin

^

Literatur:

  • Andreas Karge, Werner Klotz: Süßwassergarnelen aus aller Welt. Dähne Verlag, Ettlingen 2007, ISBN 978-3-935175-39-5
  • Carsten und Frank Logemann: Garnelenfibel: Süßwassergarnelen für Anfänger und Fortgeschritten, Dähne Verlag, Ettlingen 2007, ISBN 978-3935175388

^

Marmorkrebs bedroht madagassische Flusskrebsarten

Chris Lukhaup schrieb in der Mailingliste der AGW:

Procambarus alleni

Das Foto zeigt keinen Marmorkrebs, sondern Procambarus alleni

Der Marmorkrebs war im Jahr 2003 Grund für eine kleine wissenschaftliche Sensation die durch die Fach – aber auch Boulevardpresse rund um die Welt ging. Erstmals wurde anhand dieser Art Parthenogenese (Jungfernzeugung) bei einem Dekapoden (Zehnfusskrebs) nachgewiesen. Dadurch können sich auch allein gehaltene Tiere ohne jeden Kontakt zu einem anderen Marmorkrebs vermehren! Bisher wurden überhaupt keine Männchen gefunden, bei über 1000 untersuchte Tiere waren alles Weibchen. Daher ist auch Hermaphrodismus (Zwittrigkeit) wie sie sonst bei einigen Flusskrebsen vorkommt, auszuschließen.

Diese Krebsart gehört zu den nordamerikanischen Cambariden. Sein natürliches Vorkommensgebiet konnte bisher noch nicht gefunden werden! Wir vermuten dass er aus den Südstaaten der USA stammt. Es kann als gesichert angesehen werden, dass er der Gattung Procambarus angehört.

Bisher war noch keine Artbestimmung möglich, weil man dafür bei Procambarus-Arten, wie auch bei anderen nordamerikanischen Cambaridae, unbedingt geschlechtsreife Männchen für die Bestimmung der Art benötigt!

Der Mamorkrebs ist eine sehr anpassungsfähige Art. Deshalb geht ein hohes Gefährdungspotential von ihm aus. Er überlebt auch die tiefen Wintertemperaturen in Europa und es gibt erste frei lebende Populationen in Deutschland, vorerst “nur” in Baggerseen.
Bei anderen Krebsen muss zumindest ein Pärchen ausgesetzt werden und die müssen sich auch zu einer Paarung finden – der Marmorkrebs schafft den Aufbau einer Population auch alleine. Da er potentieller Überträger der Krebspest ist stellt er eine ernste Bedrohung für unsere Gewässer dar. Diese Pilzerkrankung, die seuchenhaft auftritt und die europäischen Krebsarten sowie alle bisher untersuchten Arten der Welt (außer die nordamerikanischen Vertreter) befällt, verursacht die Ausfälle ganzer Flusskrebspopulationen.

Wie wir in den letzten Tagen feststellen mussten hat sich dieser Albtraum der Faunenverfälschung nun in eine Region verwirklicht, die wir nicht erwartet haben – Madagaskar.

Für Artenschützer sind das natürlich sehr schlechte Nachrichten. Madagaskar ist bekannt für seine einzigartige Flora und Fauna und insbesondere die madagassischen Flusskrebse sind durch Habitatverlust und menschlichen Nutzung sehr stark bedroht. Die Krebse gehören alle der Gattung Astacoides an und sind auf Madagaskar endemisch. Bisher sind uns 7 beschriebene Arten bekannt.

Wer auf die Idee gekommen ist, die Mamorkrebse in diese Weltgegend zu verschleppen, bleibt vorerst unbekannt. Dieses verantwortungslose Vorgehen bedroht alle Flusskrebse auf Madagaskar! Diese neue Gefahr könnte im schlimmsten Fall zur Ausrottung der Gattung Astacoides auf Madagaskar führen, was einen unwiederbringlichen Verlust für die Krebsfauna darstellen würde.
Wir rufen deshalb die Öffentlichkeit und die Behörden auf, alles zu tun um die Ausbreitung dieser Krebsart auf Madagaskar zu verhindern!

Chris Lukhaup & Reinhard Pekny; Mai 2007 – www.crusta10.de

Red Fire Garnele ist kältefest

Hallo

Nachdem Peter vor zwei Jahren Red Fire mal über Winter draußen im Kübel-Tümpel vergessen hatte konnte Ulrico nun die gleichen Erfahrungen machen.

Fire Red-Weibchen

mehr dazu hier

drta
www.zfv-forum.de

Die Toleranz gegen tiefe Wassertemperaturen ist auch schon von
wissenschaftlicher Seite beschreiben worden:
Oh, C.-W., (2003)

Reproduction and population dynamics of the temperate freshwater shrimp,
Neocaridina denticulata denticulata (De Haan, 1844), in a Korean stream

Crustaceana 76 (8): 993-1015

Bericht von Peter:

Ich hatte sie im Februar 2003 versehendlich in den eingegrabenen
Mörtelbottich mit ca. 50cm Wasserstand eingeschleppt.

Ende Februar gab es eine kurze Zeit mit -11°C Nachtfrost, worauf sich
auf dem Wasser eine etwa 3cm dicke Eisschicht gebildet hatte. (der
Frost dauerte nicht lange)

Im Juni 2003 habe ich dann den Bottich geleert. Bis dahin hatte ich
nichts daran verändert seit Februar. (da bin ich zu 100% sicher)

Außer Schlamm, abgestorbenen Pflanzenresten und jeder Menge Kleingetier
fand sich auch eine größere Population (>50 Tiere) jener
Turniergarnelen in dem Kübel.

Dieses Erlebnis und die Schilderung von Gerd Voss
[1](Wirbellosen-Mailingliste) über einen Dauerversuch im Freiland
(beheizt) haben mich erst zu dem im September 2004 beendeten
Freilandversuch mit Fire Red und Heterandria formosa bewogen.

Den entsprechenden NG-Artikel zum Freilandversuch findet man sicher bei
Google, wenn man nach
Message-ID: baz8uy0yiher.dlg@news.hiltklein.de
sucht.

Erfahrungen mit Krebsen und Garnelen

Erfahrungen mit Krebsen und Garnelen

Es ist jetzt ca. 12 Jahre her als ich meine Frau endlich überzeugen konnte ein Aquarium in die Wohnung mit aufzunehmen. Es sollte ein 500Literbecken werden mit den Maßen 150×50×60. Nach und nach kaufte ich die einzelnen Komponenten so dass es kein so großes Loch in die Haushaltskasse reißen sollte .Als Besatz sollten es Diskusse und andere Beifische werden. Nun galt es erst einmal sich ausreichende Literatur zu besorgen. In einem kleinen Aquariumgeschäft entdeckte ich ein Buch von Amano das leider nur in Japanisch zu erhalten war mit sehr schönen Bilder von Aquariumlandschaften .1994 konnte ich dann das Buch in Deutsch erstehen. Schon auf den ersten Seiten konnte man Garnelen sehen und um so mehr ich darin las um so mehr wurde mein Interesse an ihn geweckt ,sollten sie doch einen klassen Algenfresser abgeben. Also los rein ins nächste Aquariumgeschäft und mal sehen was so was kosten würde. Doch Fehlanzeige, in welchem Laden ich auch war, nirgends waren welche aufzutreiben. Irgendwann gelang es mir den Besitzer des Geschäftes dazu zu überreden diese Yamatonuma-Grarnelen (Caridina japonica) zu bestellen. Es dauerte einige Zeit bis der Besitzer sich bei mir meldete das er nun welche hätte .Voller Erwartungen nahm ich sie in Empfang wenn diese ca. 2cm großen durchsichtiges Getier auch nicht gerade ein Schnäppchen waren. Aber endlich hatte ich welche. Zu Hause angekommen setzte ich sie nach einem sehr langsamen Wasserangleichung in das Becken mit den Diskussen. Das solle doch gut gehen war doch auch in dem Buch Diskusse mit Garnelen vergesellschaftet. Doch es kam wie es kommen musste .Die Fische begutachteten die Neulinge von allen Seiten .Und schwups ein kleiner Sog ein kurzes Ausspucken und schon landeten sie in dem Magen der Diskusse. Die nächsten 9 Jahre verkniff ich mir dann dieses teuere Lebendfutter zu bestellen. 2001 traf ich einen Bekannten von mir ,der mir stolz erzählte das er jetzt diese und jene Garnele und Krebse jetzt hätte .Das wollte ich mir doch jetzt nicht entgehen lassen und einmal genauer Anschauen , schnell war ein Termin gefunden zum besichtigen seines kleinem Zuchtkellers. In dem sich mehre 25 l Becken und ein 180l Becken befanden die mit Hamburgermattenfilter und Luftheber ausgestattet waren. Dort waren zu sehen verschiedene Caridina Arten, Macrobrachium (Ringelhandgarnele), Cambarellus montezuma und Procambarus alleni .Da er gerade einen großen Überschuss an Bienengarnelen hatte konnte ich ihn dazu überreden mir ca. 30 Tiere zu überlassen. Zu Hause angekommen setzte ich sie in mein neues gut Bepflanzte 350l Becken das mit Roten Hexenwelse ,20 Corydoras sterbai und 120 Neons besiedelt war.
Was mir etwas Angst machte war der Außenfilter ,waren die Schlitze in dem Ansaugkorb doch nicht gerade klein was doch dieser oder jener Garnele doch zum Verhängnis werden könne was sich aber im ersten Moment nicht bestätigte ,sah ich doch wie eine Garnele sich darauf setzte und sich auch wieder ohne Probleme davon entfernen konnte. Von Monat zu Monat konnte ich immer weniger Garnelen entdecken so dass ich schon dachte dass sich kaum noch welche sich im Aquarium befinden würden. Doch als ich irgendwann zum reinigen des Filter kam traute ich meinen Augen kaum. Es kam mir vor als würde das Filtermaterial leben .Ich spülte das Filtermaterial in einem Eimer aus und lies denn Inhalt darauf durch ein Sieb laufen. Mein Gott dachte ich wie viele sind das denn? Ich begann an zu zählen oder versuchte es zumindest .Bei 200 habe ich dann entnervt aufgehört zu zählen .Da ich gerade meinen kleine Zuchtanlage im Keller fertig gestellt hatte wurden ein Teil dann in ein 90l Becken umquartiert.

Erfahrungen mit Ringelhandgarnele

In das 350l Becken setzte ich noch Cambarellus montezuma und Ringelhandgarnelen ein, was sich als Fehler herausstellen sollte.
Ringelhand rot
Die Zwergkebse bezogen sofort Stellung unter einer Wurzel und die Ringelhänder bezogen Schutz im Pflanzendschungel. Anfangs versuchten die Ringelhandgarnelen die Zwerggarnelen zu erbeuten, wobei sie aber keine Chance hatten da jene so wendig und schnell sind.
Anders sah es bei den Cambarellus aus der Rücklings Deckung in den Nischen unter den Wurzel bezogen hatte. Zu seinem Pech hatte er sich auch gerade erst vor kurzer Zeit gehäutet so dass sein Panzer noch sehr weich war. Der Zwergkrebs verteidigte sich tapfer mit seinen Scheren gegen die Greifarme der Garnele aber es half ihm wenig, wurde er doch einfach aus seinem Versteck heraus gezogen und ins Pflanzendickicht verschleppt. Das war dann das letzte Mal das ich einen von den Cambarellus gefunden habe. Man möge seiner Seele gnädig sein. Bei Ringelhänder gibt es die unterschiedlichsten Erfahrungen, so das ich sie selbst bei junge Farowella zur Schneckenbekämpfung eingesetzt hatte ohne Verluste hinnehmen zu müssen was aber von vielen Personen ganz anders geschildert wird, so das hier von Jagen und erbeuten der anderen Fische gesprochen wird. Dies könnte in einem an der Futtergabe liegen des anderen das viele Arten der Macrobrachium einfach unter dem Namen Ringelhandgarnele verkauft werden die sich in ihrem Verhalten stark unterscheiden können. Es Empfiehlt sich die Tier z.B in ein 60cm Artenbecken das Bepflanzt ist und vielen Verstecken wie z.B offenporige Ziegelsteine, Röhren aus Kunststoff, Bambus versehen ist zu haltern. Mit vorliebe fressen sie kleine Schnecken die sie gekonnt aus ihrem Gehäuse ziehen. Auch sonst sind sie keine Kostverächter so dass sie fast jedes Futter annehmen. Die Temperaturen sollten zwischen 20-26C° liegen. Als Jungtiere sind die Garnelen fast durchsichtig was sich aber in der Laufe der Zeit ändert so dass der Panzer leicht braun wird und das dominante Männchen fast Rote wurde. Man bekommt fast das Gefühl als würde das Männchen ein Revier abstecken in der es keinen Kontrahenten dulden würde. Nähert sich ein anders Männchen wird es oft Angegriffen .Auch das Futter wird nicht Kampflose anderen überlassen. Die Männchen sind recht leicht von denn Weibchen zu Unterscheiden ,haben sie doch einen viel kleineren Panzer als der tief hinuntergezogene Panzer über den Schreitfüßen der Weibchen, unter denn sie die Eier gut geschützt tragen. Die Vermehrung ist kaum zu verhindern wenn man ihnen genug Versteckmöglichkeiten gibt und auf einen regelmäßigen Wasserwechsel achtet.

Erfahrungen mit Caridina Arten

2003 tauschte ich auf einem drta Treffen mit Andrea Bernd überschüssige Bienen und Tüpfelgarnelen gegen 20 Crystal red ein.
Biene Weibchen.
Die noch recht kleinen Garnelen fanden ihr erstes zu Hause in einem 40cm Becken ohne Bodengrund nur mit Javermoos deren Ph-Wert zwischen 6,5-7,5 lag und der Leitwert ca. bei 300à‚µs.Nach ca. 3 Monaten hatten sie ihre Endgröße erreicht doch nach weiteren 3 Monaten stellte nicht immer noch keine Vermehrung ein.
Christal Red Männchen und Weibchen
Irgendwann Endschloße ich mich dann die Tiere in ein gerade frei gewordenes 70l Becken in meine Zuchtanlage umzusetzen das mit groben Bodengrund, einem großen Büschel Javermoos eingerichtet war und einen HMF mit Luftheber ausgestattet war. (die über eine Automatischen Wasserzufuhr und Überlauf verfügt) Doch einige Tage später war bei allen Tieren die Farbe stark verblasst und schwamm hektisch durch das Becken so dass ich schon das Schlimmste befürchtete. Doch wie sich später herausstellte war das verblassen der Farbe auf die kurz vorherige Häutung zurückzuführen. Langsam dämmerte es mir hatte ich das Hecktische treiben nicht auch schon bei den Bienengarnelen beobachten können? Und trugen die dann nicht kurze Zeit Eier danach? Ja und wirklich auch die Crystal red trugen kurze Zeit später Eier die zuerst hell sind und später dunkler wurden. Es sollte noch fast einen Monat dauern bis sich die Larven fertig entwickelt hatten und aus dem Eidepo unter ihren Schwimmfüßen entlassen wurden. Die Minigarnelen waren schon nach den ersten Tagen Abbilder der Erwachsenen Tiere die sich in das Javermoos zurückzogen .Nun dauerte es noch ca. 3 Monate bis sie ihre Endgröße von ca. 3-4cm erreicht hatten. Später erfuhr ich dass Garnelen bei ihrer Häutung Duftstoffe absondern würden und so den Männchen ihre Paarungsbereitschaft signalisieren. Bei der Paarung wird das Weibchen auf denn Rücken gedreht ,wobei das Männchen das gallerartige Spermienpaket in der nähe der Geschlechtsöffnung platziert. Wenige Stunden später werden die Eier beim Austritt befruchtet und an die Schwimbeine geheftet wo diese steht’s umfächelt werden. Die Paarungen scheinen auch bestimmten Zyklen zu unterliegen. In wie weit die innere Eientwicklung die man schon von außen an der Garnele erkenne kann mit der Häutung zusammen hängt, konnte mir leider noch keiner Beantworten des weiteren besteht noch die Frage durch welche Faktoren Massenhäutung hervorrufen wird .

Erfahrungen mit Procambarus alleni

Ein Bekannter rief mich an und teilte mir mit das er schnellst möglich seine Zuchtanlage auflösen müsse da er sich Beruflich verändere, und ob ich nicht seine Blauen Florida Krebse übernehmen könne.
Procambarus alleni
Na ja dachte ich mir ein 50×50×50 hatte ich noch frei und sagte kurzerhand ja. Eine Stunde später stand er vor der Tür mit 17 Stk. Und drückte sie mir in die Hand und verschwand. Ich setzte sie in das besagt Becken das mit ein paar Tonröhren ausgestatte war und HMF mit Luftfilterung .Als ich am nächsten Tag denn Keller betrat fehlten schon die ersten im Becken. Schnell war die Fluchtmöglichkeit entdeckt. Sie klettern über denn Filterschwamm hinaus über die Öffnung des Versorgungskanals. Schnell war ein größerer Schwamm geschnitten der bis zur Abdeckscheibe reichte um so die Flucht zu vereiteln. Ich entschloss mich 1 Männchen und 2 Weibchen in ein 70Literbecken zu überführen. Das dieselbe Ausstattung hatte. Dort konnte ich dann das erste Mal eine Häutung beobachten .Als wollte er eine Show daraus machen, kletterte er auf einen Blumentopf und begann sich dort zu biegen bis der Panzer an der Nackenfurche aufplatzte und ein neuer Krebs erschien deren noch weichem Panzer ganz rötlich war, auch war seine verlorene Zange wieder vollständig nachgebildet worden, Was mich doch stark verdutzte da ich mir einfach nicht vorstellen konnte wo er sie unter seinem alten Kleid verborgen hatte. Der abgelegte Panzer sah wirklich aus als würde dort ein Krebs liegen der gerade verändert wäre .Es dauerte nicht lang bis er sich über seinen Haut her machte und diese restlos aufgefressen hatte. Der Appetit der Krebse ist schlecht einzuschätzen .Da sie die Zeit vor ihrer Häutung kein Futter mehr aufnehmen zu andere Zeiten nicht genug kriegen so das man die Vermutung bekommt das sie gerade nur das zu sich nehmen was ihnen zum Aufbau nötige erscheint .Zu ihrem Speiseplan gehören Pflanzliche und Tierische Nahrung wie Spinat, Pflanzen, Laub, Schnecken, Würmer und auch hin und wieder kann ein Fisch auf ihren Speisezettel landen. Als ich Lebende Tubiflex verfüttert hatte und diese sich im Sand aus dem Staub machen versuchten, konnte man schön beobachten wie der Krebs mit seinen Zangen durch denn Sand pflügte um diese wieder an die Bodenoberfläche zu fördern und dies mit seinen Kieferfuß zu sich zu nehmen. Wer noch nie eine Krebspaarung gesehen hat wird beim ersten Mal verdutzt das treiben beobachten, sieht es doch mehr als ein Kampf aus als eine Begattung. So das, dass Weibchen vom Männchen Blitzartig mit den Scheren an den Gliedmassen ergriffen wird und aufeine sichere Rückenposition gedreht wird so das deren Flucht fast unmöglich wird
Krebspaarung
Nun wird der Begattungsgriffel Zielsicher in Position gebracht um das Weibchen zu Besamen. Diese Begattung kann sich bis 5-15min hinziehen.

Darum sind einige Hummer blau

Hallo
hier ein kleiner Auszug aus dem Hamburger Abendblatt:

So mancher kennt Hummer nur knallrot auf dem Teller und kommt bei diesem Bild ins Stutzen. Der Blue Lobster (Procambarus alleni), dessen blaue Farbe auf einem genetischen Enzymdefekt beruht, ist nur zehn Zentimeter groß. 30 Prozent der Tiere sind weiblich. Oft versuchen viele Männchen
www.abendblatt.de

Kannibalismus bei Caridina sp. „Crystal Red“

Chrystal Red

Im Keller habe ich meine kleine Zuchtanlage untergebracht. Die Garnelen leben dort in Becken mit den Maßen 35×50x45cm, die mit Javamoos bepflanzt sind.
Als ich die Garnelen im Becken genauer betrachtete, konnte ich gerade sehen, wie sich eine Garnele in rasanter Geschwindigkeit häutete. Zu meinem Erstaunen war sie keineswegs so träge, wie ich es angenommen hätte. Nachdem sie sich aus ihrer zu klein gewordenen Hülle befreit hatte, näherte sich ein Artgenosse.

Paarung? Nein, sie wird aufgefressen!

Klasse, dachte ich, jetzt kann ich endlich mal eine Paarung beobachten. Aber schnell konnte ich feststellen, dass es sich um eine zweite Dame handelte und im gleichen Augenblick näherte sich eine dritte und gemeinsam nahmen sie die frisch gehäutete in die Zange. Diese konnte sich gerade noch aus ihrer misslichen Lage befreien und bewegte sich lädiert von dannen. Sie schaffte es aber nur, sich etwa 10cm wegzubewegen. Wie Wanderameisen stürzten sich jetzt die anderen Garnelen auf sie und verspeisten sie bei lebendigen Leibe.
Ich dachte, es würde sich um einen Einzelfall handeln. Doch bereits kurze Zeit danach konnte ich das Spiel von neuem beobachen. Bei diesem Fall kann ich jedoch nicht sagen, ob es sich auch da um eine frisch gehäutete Garnele handelte, die ihren Artgenossen zum Opfer fiel.

Anfrage in der Newsgroup

Darauf postete ich die Beobachtung in der d.r.t.a unter dem Thema Killer Crystal-Red
, wobei viele meine Beobachtungen aufgrund eigener Beobachtungen bestätigen konnten.

Meine Vermutung ist, dass wenn man Caridina sp. “Cristal Red” in zu dichter Population hält, diese ihre Artgenossen als Nahrungsquelle nutzen, um vielleicht Nährstoffe zu erhalten, die in zu geringer Menge vorliegen. Auch von verschieden räuberrisch lebenden Insekten ist bekannt, dass sie – wenn keine andere Nahrungsquellen mehr vorhanden – sich gegenseitig auffressen.

Aufruf: Beobachtungen?

Wenn Ihr auch solche Beobachtungen gemacht habt, würde ich mich sehr über diesbezügliche Nachrichten freuen.
Dazu könnt Ihr die Kommentarfunktion auf dieser Seite nutzen.

Vor allem wären folgende Angaben interessant:

  • Wie groß war das Becken?
  • Wie hoch die Besatzdichte?
  • Was füttert Ihr?

Gruß Henry
der hofft noch viele Antworten auf die ungeklärten Fragen zu bekommen

Links zu diesem Thema
www.crystalred.de

Putzergarnelen

Bizarre Krebse: Wer am meisten wackelt, darf putzen – Wissenschaft – SPIEGEL ONLINE

Um an Futter zu kommen, führen Putzergarnelen einen Reklametanz auf. Die Bewegungen sollen Fische motivieren, ihre Haut von den Krebsen reinigen zu lassen. Der weggeputzte Schmutz bildet ein leckeres Mahl für die kleinen Tiere.

…auch die Wissenschaft betätigt sich, wie wir alle wissen, schon geraume Zeit mit der Aquaristik.

Macrobrachium sp. / Ringelhandgarnele

  1. Bilder
  2. Wasserwerte
  3. Futter
  4. Namen
  5. Allgemeines
    1. Herkunft/Heimat
    2. Lebensraum
    3. Wasserwerte
    4. Größe
    5. Geschlechtsunterschiede
    6. Futter
  6. Erfahrungen
  7. Zucht
  8. Literatur
  9. Links

Bilder:

Ringelhandgarnelmännchen 28.03.04

Macrobrachium/Ringelhandgarnele

^

Namen

Taxonomie

o- Gattung: Macrobrachium
…`+- Art: assamensisi Tiwari 1955

Allgemeines

Herkunft

?

Lebensraum :

?

Wasserwerte

Temperatur 18-28°C
pH pH 6-8,0
KH 0-?dKH
GH 0-?°dGH
AQ-Größe ab 40 cm

Größe

Größe bis 8 cm

Geschlechtsunterschiede

Männchen hat größere Zangen und ist schmäler Hier Weibchen mit Eiern mit größeren Brustpanzer und kleine Zangen
Ringelhandgarnelenmännchen Ringelhandgarnelen Weibchen

^

Futter

Schnecken,Frostfutter,Lebenfutter,Trockenfutter

^

Erfahrungen

Ich bekam die Ringehänder von einem Bekannten die ihr Zuhause in einem 350l Becken mit Bienengarnelen und ,Corys,Salmler finden sollten .Sie wuchsen gut heran und die Bienengarnelen waren auch immer schnell genug um ihnen zu entwischen.Auf einer Börse kaufte ich mir Cambarellus (Zwergflusskebse(welch es waren weiß ich nicht mehr so genau )).Leider versuchten die Zwerge ihre Höhlen zu verteidigen ,was ihnen aber nicht gelang .Was soll ich sagen 2 Tage später hatte ich keine mehr .Später las ich auch auf der Wirbellosenseite das man das besser nicht tun sollte leider zu spät.Zuerst hatte ich sie auch im Verdacht das sie denn Corys die Flossen anbeißen würden was ich aber nie beobachten konnte .Ich setze sie heute als Schneckenpolizei in meinen Becken ein ohne negative Erfahrungen gemacht zu haben.

Vergesellschaftung :
Nicht mit Barschen (z.B. Diskus )und anderen Großen Fischen da sie dort oft als Futter angesehen werden .

Besonderheiten :
Die Garnele wird ca 60-80mm groß und ist von den Wasserwerten sehr tolerant man sollte ihnen ausreichent Platz und Versteckmöglichkeiten bieten.Männchen tragen untereinander Kämpfe aus ,haben sie nicht genug Rückzugsmöglichkeiten setzt sich nur das stärkste Männchen durch ( so das es seine Revalen bis zum bitteren ende bekämpft ).Die Männchen verteidigen auch ihr Revier gegen Fische .

Die dominierende Tiere nehmen eine braune bis rotbraune Färbung an die dann sehr ansprechend aussehen.

Ringelhand rot

^

Zucht

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Literatur:

  • Aquaristik aktuell 3/2003 S66
  • Aquaristik aktuell 4/2003 S64
  • Aquaristik aktuell 6/2003 S59
  • Aquaristik aktuell Sonderheft Garnelen,Krebse,Krabben & Co.
  • Aquaristik Fachmagazin& Aquarium heute Nr 182 S81

^

wirbellose.de

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht ?
Würde mich freunen wenn ihr ein Kommentar dazu abgeben würdet

Gruß Henry

Caridina sp. „Biene“ / Bienengarnele A1/A10

  1. Bilder
  2. Wasserwerte
  3. Futter
  4. Namen
  5. Allgemeines
    1. Herkunft/Heimat
    2. Lebensraum
    3. Wasserwerte
    4. Größe
    5. Geschlechtsunterschiede
    6. Futter
  6. Erfahrungen
  7. Zucht
  8. Literatur
  9. Links

Bilder:

Bienengarnele Männchen Bienegarnele Weibchen.jpg
Männchen Weibchen

Caridina sp. “Biene”/(Bienengarnele)A1/A10

^

Namen

Caridina sp. “Biene”/(Bienengarnele)A1/A10

Erstbeschreibung : Beschreiber

Taxonomie

……`+- Familie: Atyidae
……..`+- Gattung: Caridina
……….`+- Art: biene?

Allgemeines

Herkunft

Tropischen und Subtopischen asiatischen Raum auf dem Festland sowohl auch großen Inseln wie Japan und Sri Lanka

Lebensraum :

In Flüssen und Bächen in Algenpolster und Ufervegetationen

Wasserwerte

Temperatur 15-28°C
pH pH 6-8,0
KH 0-?dKH
GH 0-?°dGH
AQ-Größe ab 40 cm

Größe

Größe bis 2,5cm

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind kleiner. Weibchen haben einen tiefer gezogenen Panzer und sind größer

^

Futter

Futtertabletten ,Aß , Kaninchenpellets, Trockenfutter .Algen

^

Erfahrungen

Erstkontakt :

Ich hatte die Bienen 2002 von einem Bekannten bekommen der die Garnelen in großer Zahl vermehrte .Ca.30 Stück setzte ich nachdem ich eine lange Wasseranpassung getätigt hatte in mein Salmlerbecken ein
Die Wasser Parameter lagen bei PH 7,5-6 ,KH 1 Leitwert 250-300 à‚µs,24-26°C
Die Zusammenstellung waren 40x Paracheirodon innesi (Neontetra) 4x Rineloricaria sp Rot (Hexenwels rot)und 20x Corydoras sterbai. Kaum hatte ich sie eingesetzt waren sie nicht mehr zu sehen ,,das änderte sich auch nicht die nächsten Wochen so das ich die Vermutung hatte fast alle verloren zu haben.
Hin und wieder sah ich eine vereinzelte .Das sollte sich aber in einem 1/2Jahr schlagartig ändern .Wie aus dem Boden gestampft vermehrten sie sich nun so das sich nun bestimmt 200 -300Garnelen in sehr kurzer Zeit in dem 350L Becken befanden . Selbst beim Reinigen des Topffilter entdecke ich immer 30-50 Junggarnelen .Die Nachkommen sind von ihrer Farben recht verschieden .
Ich hatte auch immer ein Paar Tiere die mal Schwarz oder Rot waren aber im Alter wieder andere Farben annahmen .

Besonderheit:

Achtung Caridina kreuzen sich untereinander so das sie von der Farbgebung verändern.

Vergesellschaftung :

Garnelen sollte man nicht mit Diskusen oder anderen Barschen vergesellschaften da diese dann doch öfter als teueres Lebendfutter enden.Das Becken sollte gut Bepflanzt sein und viele Rückzugsmöglichkeiten bieten .Eine Vergesselschaftung mit kleineren Salmler und Welsen funktioniert bei mir sehr gut.

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Zucht

siehe Cristal red
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Literatur:

VDA aktuell 3.2003
Aquaristik aktuell 3/2003 S66
Aquaristik aktuell 4/2003 S64
Aquaristik aktuell 6/2003 S59

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www.wirbellose.de
www.wirbellose.de
www.faszination-krebse.de
www.aquarienclub.de