Pterophyllum scalare / Skalar


Name
  1. Bilder
  2. Wasserwerte
  3. Futter
  4. Namen
  5. Allgemeines
    1. Herkunft/Heimat
    2. Lebensraum
    3. Wasserwerte
    4. Größe
    5. Geschlechtsunterschiede
    6. Futter
  6. Erfahrungen
  7. Zucht
  8. Literatur
  9. Links

Bilder:

leopoldi

P. loepoldi

^

Namen

Segelflosser
Scalar

Erstbeschreibung : Lichtenstein 1823

Taxonomie

o- Unterordnung: Pleocyemata (Burkenroad, 1963)
….`+- Familie: Cichlidae
……`+- Unterfamilie: Cichliden (Buntbarsche)
……..`+- Gattung: Pterophyllum
……….`+- Art: scalare Lichtenstein 1823

Allgemeines

Herkunft

Südamerika, Amazonas bis Pucallpa/Peru sowie in Nebenflüssen Tocantins/Araguaya, Xingu, Tapajos, Trombetas, Rio Negro, Manacapuru, Coari, Tefe, Ica und im Rio Essequibo in Guayana.

Lebensraum

Wassertemperaturen in den Fanggebieten zwischen 27°C bis über 30°C, pH unter 7, KH unter 1°, Leitwert unter 100à‚µs.

Stehen unter Wurzelholz.

Wasserwerte

Temperatur 25-28°C
pH pH 6-8,0
KH 0-4°dKH
GH 0-8°dGH
AQ-Größe ab 80 cm

Größe

Größe ca. 12cm

Geschlechtsunterschiede

Nur Kurze Zeit vor dem Laichen zu erkennen. Bei dem Weibchen ist die Form des Genitalpapille (Laichröhre) abgerundet beim Männchen spitz. Oft ist auch einen etwas buckligen Kopf beim Männchen zu erkennen (-:

^

Futter

Lebendfutter, Frostfutter, Trockenfutter

^

Erfahrungen

Erstbefall

Ich glaube es war 1995, als ich mir die ersten Skalare gekauft habe. Ich hatte ein 150 × 60 × 60cm Becken mit HQI Beleuchtung 2 ×70 W, das ich versucht habe wie Amano zu bepflanzen (-:. Es war mit jeder Menge Wurzeln und Echinodorus bepflanzt aber immer noch mit genug Schwimmraum. Ich kaufte mir damals 10 Naturskalare auf einer Bezirksbörse. Die Tiere hatten damals ca. 6cm.
Ich hielt sie bei einer Temperatur von 27°C und pH 6,5, Kh 1° und sie Entwickelten sich prächtig. Nach à‚½ Jahr bildeten sich die ersten Paare und sie laichten ab.
In den Jahren darauf folgten immer neuere Farbvarianten auf dem Markt, die mich zu immer neuen Zuchtversuchen verführten. Ich hatte es mal eine Zeit mit Schwarzen Skalaren versucht, doch es sollte einfach mit der Nachzucht nicht klappen. Es gingen auch Gerüchte um, dass diese mit Radium bestrahlt sein sollten.
Als ich jedoch mal Goldskalare in großer Zahl vermehrte, sah ich 2 dunkle Larven unter etwa 1000, was soll ich sagen – sie wurden Schwarz wie die Nacht.
Heute besitze ich nur noch 4 Skalare, die ich von einem Besitzer habe, der keinen Platz mehr dafür hatte.
1x Natur, 1x Natur mit Streifenfehler, 1x Rotrücken und einmal [?].

Ich wollte sie schon abgeben, aber irgendwie sind sie mir ans Herz gewachsen. Na vielleicht sollte ich mal wieder ihre Eier künstlich aufziehen. Aber dazu unter Zucht mehr (-:.

Besonderheiten

Von der Gattung Pterophyllum gibt es meines wissen 3 Arten

1. P. altum (Fangorte Orinoco und Rio Negro haben einen extremen pH-Wert von 3,8-4,3/ Kh und Gh 0°)

Altum

2. P. scalare
(gibt es in verschiedene Zuchtformen wie z.B. Schleier, Rotköpfchen Gold, Schwarz, Ghostskalare usw.) Der größte Teil sind Nachzuchten, wirklich schöne Naturbelassene Stämme sind kaum noch zu finden.

Naturskalare

Skalar Zuchtform

Skalar Zuchtform

Goldskalar

3. P. leopoldi

leopoldi

^

Vergesellschaftung

Skalare mit Diskussen zu vergesellschaften ist nicht anzuraten, da verschieden Parasiten dem Diskus schaden aber dem Skalar nichts anzumerken ist. Auch sollte auf die Vergesellschaftung mit Neons verzichtet werden, da die Chance besteht, das sie als Nahrung angesehen werden.

Zucht

Die Zuch von Skalaren ist recht einfach, wenn man einiges dazu beachtet.Es empfiehlt sich eine Gruppe von 10 Jungtieren zu Kaufen und sich die Paare selbst finden zu lassen. Da diese IMHO später besser das Gelege pflegen. Das Männchen beginnt seinen Laichplatz an zu putzen, dies kann ein Laichkegel, Wurzel, Pflanzen usw. sein. Nun beginnt das Weibchen seine Eier an den Laichplatz zu heften und das Männchen befruchtet sie anschliessend. Dies wiederholt sich im ca 30-Sekunden-Takt. Haben die Tiere zum ersten mal gelaicht, kommt es oft vor, dass die Eier nicht befruchtet sind. Meist spielt das sich aber nach einer Zeit von selbst ein. Wenn die Eier abgelegt wurden, beginnt das Paar, die Eier zu säubern und frisst die unbefruchteten. Leider kommt es auch des Öfteren vor, dass die Gelege gefressen werden. Skalare beschützen auch ihre Eier gegen Fische, die ihrem Gelege zu nahe kommen. Um dies in der Nacht zu unterstützen, empfielt es sich ein Nachtlicht aufzustellen.

Skalar Eier

Skalareier

Sollten die Eltern nicht Pflegen, kann man die Eier auch künstlich aufziehen indem diese entnommen werden. Die verpilzten Eier müssen entfernt werden.

Larve 2 Tage
Skalarlarven

Nach zwei Tagen schlüpfen die Larven

Nach zwei Tagen schlüpfen die Larven. In der künstlichen Aufzucht fallen die Larven nun zu Boden. Bei der natürlichen werden die Larven von den Eltern mit dem Maul aufgesogen und wieder an den Laichplatz gespuckt, wobei sie an diesem Kleben bleiben.

Freischwimmen 6Tage

Nach dem 6. Tag beginnen die Larven frei zu Schwimmen. Das ist auch der Zeitpunkt, zu dem der Dottersack aufgebraucht ist und die Larven mit Artemia mehrmals am Tag versorgt werden müssen. Trockenfutter wird nicht genommen, da hier der Bewegungsreitz zur Futteraufnahme fehlt. Die Elterntiere führen jetzt die Jungen und sie werden bei Gefahr verteitigt.

Jung Skalare

Junge Skalare benötigen viel Platz und viele Wasserwechsel, damit sie gut wachsen. Die Becken sollten mindestens eine Höhe von 50cm aufweisen.

Jung Skalare

Schon nach einer Woche kann man sehen, wie sich die Flossen anfangen auszubilden. 3 Wochen später haben sie die Form von erwachsenen Skalaren.

Verkaufsgröße

Nach ca 3-4 Monaten haben sie Verkaufsgröße erreicht.

Bemerkung:

Es sind neue und alte Aufnahmen, die nicht die beste Qualität haben. Ich hoffe ihr habt Verständniss (-:

Ich möchte mich noch bei Jürgen Breunig für das Zurverfügungstellen seiner Aufnahmen bedanken.

^

Literatur:

  • Erfolg mit Skalaren / bedeverlag
  • Mergus / Aquarien Atlas

Literatur Empfehlung :

*Amerikanische Buntbarsche Bd. I
von Stawikowski & Werner

^

Kakadu-Buntbarsch Geschlechtsumwandlung

Ich hab seit etwa einem Jahr ein Pärchen Kakadu-BBs in meinem 150cm-AQ sitzen.
Es ist nicht mein Zuchtpaar, das sitzt in einem anderen Becken.

Kakadu-BB, Weibchen vor Umwandlung

Das Weibchen vor der Umwandlung…

Kakadu-Zwergbuntbarsch - Männchen, das mal ein Weibchen war

und danach

Die beiden in dem 150er haben bereits ein paar mal zusammen abgelaicht, die Brut wurde aber immer von den Salmlern (vor allem die Fahnen-Kirschflecksalmler sind da rabiat) gefressen.

Vor etwa 2 Monaten fing das Weibchen an, sich umzufärben und bekam auch die für Männchen typische Flossenform.
Es sieht jetzt aus, wie eine etwas kleiner geratene Version des Männchens!

Komisch ist auch, dass das bisherige Weibchen sehr einträchtig mit dem Männchen umherschwimmt. Beide zeigen selten Imponierverhalten.

Ich habe jetzt letzte Woche noch 2 Weibchen in das AQ eingesetzt und seh mal, wie es sich weiter entwickelt.

Das Weibchen war definitiv kein Männchen in Weibertracht. (sonst hätte es auch wohl kaum ablaichen können)

12.08.2005

Das ehemalige Weib hat wieder mit seinem jetzigen Weibchen abgelaicht.
Die Jungen sind auch geschlüpft.
Mal sehen…

Diskus / Symphysodon aequifasciatus

  1. Bilder
  2. Wasserwerte
  3. Futter
  4. Namen
  5. Allgemeines
    1. Herkunft/Heimat
    2. Lebensraum
    3. Wasserwerte
    4. Größe
    5. Geschlechtsunterschiede
    6. Futter
  6. Erfahrungen
  7. Zucht
  8. Literatur
  9. Links

Bilder:

Diskus 2003

Symphysodon aequifasciatus

^

Namen

Diskus
Symphysodon aequifasciatus

Taxonomie

o- Familie: Cichlidae
`+- Unterfamilie: Cichlasomatinae
.`+- Gattung: Symphysodon
…`o- Art: aequifasciatus Pellegrin, 1904

Allgemeines

Herkunft

Südamerika in den Amazonasstromgebieten

Lebensraum :

in Schwarzwasser,Klarwasser,Weißwasser.(je nach Fanggebiet)Das Wasser ist sehr Mineralarm so das Leitwerte von über 50à‚µs mir nicht bekannt sind und der Ph-Wert je nach Fangebiet von ca 4,5-6,5 reichen dürfte.Wo sie sich gerne im Schutze des Wurzelholz aufhalten.

Wasserwerte

Temperatur 27-30°C
pH pH 5,5-7
KH 0-?dKH
GH 0-?°dGH
AQ-Größe ab 50×50×100 cm

Größe

Größe bis 25cm

Geschlechtsunterschiede

Außerhalb der Laichzeit kaum zu Unterscheiden. Die Form der Genitalpapille läuft beim Männchen spitz zu und beim Weibchen rund. (ist aber nur deutlich kurz vor dem Laichackt zu erkennen)

^

Futter

Frostfutter, Lebendfutter, Trockenfutter

^

Erfahrungen

Erstberührung 1993

Endlich hatte ich es geschafft, meine Frau von einem größeren Becken zu überzeugen. Es sollte ein 150×50×60 werden. Beleuchtet mit HQI und oben offen, so dass der Froschlöffel über Wasser blühen konnte. Also begann ich mal zu sparen. Immer dann, wenn ich genug Geld zusammen hatte, kaufte ich mir ein Teil mehr.
Nach 9 Monaten hatte ich alles zusammen, was die Werbung mir versprach, um ein Becken ohne Probleme zum Laufen zu bringen. – Da war einmal der Ph Controller, der Ionenaustauscher mit Nitratharz, der mir einen Ph-Wert von 6,5 versprach, 2x HQI 70 W mit WDL bestückt, einen Schnellfilter mit HMF und einen Termofilter von Eheim.
Zu allem Überfluss kam das este Buch von T.Amano (noch auf Japanisch) auf den Markt, dessen Bilder mich in ihren Bann schlugen.
Wie auf diesen Bildern muss mein Becken aussehen – dachte ich mir.
Diskus müssen es sein!
Ich, der mit der ganzen Technik ja alles im Griff haben musste… (dachte ich zumindestens :-).
Dann erzählte mir ein Bekannter, dass er sich 15 junge Diskus gekauft habe und mir zu einem günstigen Preis, wenn sie etwas gewachsen wären, überlassen würde.
An meinem Geburtstag, als ich von der Arbeit kam, schwammen plötzlich 2 Pigeon Blood im Becken, die mir meine Frau kurzerhand gekauft hatte. Kurz darauf folgten noch die 3 Rottürkis von meinem Bekannten.
Damit fing das Drama an.
Zuerst klemmten sie die Flossen und die Kiemendeckel, eine Behandlung erschien unabdingbar.
Die nächsten 3 Monaten konnte ich mein Wissen in Sachen Fischkrankheiten sehr vertiefen und ich merkte auch schnell, dass es einige Medikamente gibt, die durch unbedachten Einsatz ihre Brauchbarkeit verloren haben. 🙁

Den Supergau hatte ich, als ich dachte alles wieder im Griff zu haben.
Ich schloss den Ionenaustauscher wieder im Dauerbetrieb an. Kurz darauf rief mich meine Frau bei einem Bekannten an, dass die Fische wie wild durch das Becken schießen würden. Als ich nach Hause kam, war nichts mehr zu retten. Der Ph -Wert lag bei 9,8 Zuerst hatte ich meinen Junior in verdacht, was sich aber nicht bestätigte. Ich denke immer noch, dass das Nitratharz mit den Medikamenten unvorhergesehen reagiert hat.

Versuch Nr. 2

Es mußten erst wieder 10 Jahre vergehen, bis ich wieder an Diskus Interesse fand. 2003 kaufte ich mir von eine Züchter, der immer noch in seinen alten Holzbecken Diskus züchtet, einige Tiere. Er meinte nur, Temperaturbehandlungen seinen Kritisch, da sich dann das Holz verziehe ;-).
Er ist ein Züchter der alten Schule, der ohne viel Technik arbeitet und meiner Meinung auch sehr stabile, gesunde Fische hat.
Auch ich wollte es jetzt ohne großen Aufwand versuchen.
Ich richtete das 150×50x50cm-Aquarium nur mit 2 HMF mit Luftheber, Sandboden und einen Rucksackfilter mit Torf ein.

Diskus Jungtiere

junge Diskus

Die Rechnung schien aufzugehen. Die Tiere wuchsen wunderbar und sie futterten sehr gut, ich bekam fast Angst dass sie platzen würden. (-:
Leider verstarben 3 der 5 Tiere auf selsame Weise! Ich fand sie im alter von einem Jahr alle 3 am gleichen Tag auf der Abdeckscheibe liegen, obwohl diese nur einen Spalt von ca 1 cm hatte. (dort wo der Rucksackfilter hing)
Einen fand ich eines Morgens tot im Becken, ohne dass es ein Anzeichen einer Erkrankung gab.
Es blieb nur einer übrig. Es sollte, glaubte ich, nicht sein. Der letzte blieb völlig gesund und munter, doch ich war lange am überlegen, ob ich noch welche kaufen oder den verbleibenden abgeben soll.

Versuch 3 – 2004

Diskus 24.05.

Na eigendlich wollte ich ja nicht mehr. Aber wie das Leben so spielt, klingelte das Telefon – ein Bekannter teilte mir mit das schnellst möglich seine Aquarienanlage räumen müße. Kurzerhand rief ich Peter an und die Sache war am laufen. Zuerst räumten wir den Keller, später dann das Wohzimmer.
Im Wohnzimmer befand sich ein 120×40x40cm-Becken mit ein paar Corydoras duplicareus , Poecilia reticulatus und Bienengarnelen , die sich gut zu verstecken wussten.
In dem Becken lebten außerdem noch 4 etwa 6cm große Diskusse. Leider erkannte man schnell, dass sie viel zu große Augen für ihre Körpergröße hatten, was wohl an dem zu kleinem Becken und nicht ausreichenter Fütterung gelegen haben mag.
Dreimal dürft ihr raten, wer sie mitgenommen hat. 😉
Zu Hause angekommen setzte ich sie zu dem verbleibende Diskus. Zu meinem erstaunen laichten die kleinen Tiere schon nach 2 Wochen bei mir ab. Das Ganze wiederholte sich alle 2 Wochen – 2 Monate lang – ohne dass sich daraus was entwickelt hatte.
Die Eier wurden immer aufgefressen. Die Tiere haben bis heute mächtig zugelegt, so dass sie jetzt ca 12cm groß sind. Leider fressen sie ihr Gelege immer noch.
Ich glaube, nur Weibchen erwischt zu haben. Leider ist mir das Alttier von 2003 kurz nach dem einseztzen der Vier gestorben.
Warscheinlich habe ich mit den Neuzugängen irgendwelche Parasiten oder Krankheitserreger eingeschleppt.
Heute – 24.05.05 – haben die beiden wieder gelaicht; mit dem gleichen Ergebniss wie immer )-:

Besonderheiten

Diskus testen ihr Futter bei der Aufnahme; sie spucken es mehrmals aus, bevor sie neues Futter akzeptieren.
Die Temperatur, in der sich die Tiere wohlfühlen, liegt über 28°C und der pH-Wert unter 7. ( Anmerkung: je tiefer der pH-Wert ist, desto geringer ist die Keimzahl im Wasser und bei Temperaturen über 28°C sind viele Parasiten in der Vermehrung gehemmt)

Vergesellschaftung

Mit Garnelen und Krebsen leider nicht möglich, da Diskuse diese zum fressen gerne haben.
Mit Skarlaren nicht anzuraten da Skalare starke Futterkonkurrenten sind und die Diskus bei der Futteraufnahme zu kurz kommen.
Skalare kommen auch viel besser mit Parasiten zurecht, so dass man es ihnen kaum anmerkt. Die Diskus haben aber stark damit zu kämpfen.

^

Literatur:

  1. Kosmos/Diskus/Hans J.Mayland
  2. Mergus Aquarien Atlas 1/770 2/994,996
  3. Landbuchverlag/Diskusfiber/Hans J.Mayland
  4. Gesunde Diskus und Großcichliden, Bd.1
  5. Gesunde Diskus und Großcichliden, Bd.2

^

Fishbase