Wo ist mein Wald geblieben

War es doch immer ein schöner Anblick wenn ich duch den Wald streifte und die Natur ihren Lauf nahm.

Sumpfgebiet 2003

Waldbach 2003

Auf dem täglichen Spaziergang durch den Wald musste ich doch mit Erschrecken feststellen, dass meinem kleinen Urwald mit brutaler Gewalt der Garaus gemacht wurde. Hierzu benötigte man nicht einmal Einheimische Forstarbeiter, sondern es waren hierzu Finnen angereist mit Wohnwagen und ihren Forstmaschinen.

Wald in Trümmern

Man glaubt es kaum, aber die brauchen um einen Baum zu fällen und die Äste zu entfernen nicht einmal eine ganze Minute.
So schaute ich am ersten Tag erst zu wie der Waldweg immer breiter wurde.

Waldweg2006

So das ich langsam das Gefühl hatte nur noch warten zu müssen das mir eine Roadtrain entgegen kommen würde. Aber auch der Blick links und rechts in den Wald war nicht besser. Hier hatten sie mit ihren Maschinen breite Schneisen in den Wald geschlagen.

Kleinholz statt Bäume

Die Maschinen haben sich den Weg frei gemacht

So das es aussah als wollte man einen Truppenübungsplatz daraus entstehen lassen. Aber wenigstens hatten sie das Schild Umweltschutzgebiet stehen lassen, um zu erkennen was sich hier befand.

Landschaftschutzgebiet

Leider hatten sie auch das kleine Sumpfgebiet nicht verschont, das mir schon so manchen Anreiz zum Bepflanzen eines Beckens gegeben hatte.

Gegenüberstellung2003u2006

Auch kann ich nicht verstehen wie gesunde Buchen die über 100 Jahre alt sind einfach gefällt werden können und aus meiner Sicht zu Brennholz zu verarbeiten.

Auch alte Buchen müssen fallen

Was regen wir uns überhaubt über die Abholzung des Regenwaldes auf. Gehen wir besser mit unserer Natur um wenn Wirtschaftliche Interessen dahinter stehen?

Ein etwas nachdenkliches Aquadings-Team

Zu Besuch: 100 Jahre Aquaristik an der Saar

Im Veranstaltungsteil haben wir neulich schonmal darauf hingewiesen: An der Saar gibt es seit nunmehr 100 Jahren organisierte Krimin… – äh – Aquaristik. 😉 Aus diesem Anlass hat sich der Bezirk 13 des VDA entschlossen, eine mehrwöchige Ausstellung, die von verschiedenen Vorträgen begleitet wird, zu starten.
Heute wurde diese Ausstellung eröffnet und das war auch der Anlass zu einem Besuch der AquaDingser dort.

Seestern

Bewaffnet mit meinem mittlerweile altertümlichen Straßenatlas war Landsweiler-Reden leicht zu finden und das Ausstellungsgelände ist auch gleich am Ortseingeng. War also gut zu finden.

die Ausstellungshalle

Zuerst dachte ich zwar, ich wäre sicher falsch, da die ersten 200 Meter des ehemaligen Bergbaugeländes eher einer Großbaustelle mit Abrissbirnen-Intensivnutzung gleichen aber ganz am Ende fand ich doch noch das Zentrum Biodokumentation.

Begonnen hat die Veranstaltung heute für Henry und mich mit einem kurzweiligen und informativen Vortrag über Algen und wie man ihnen das Leben im Aquarium möglichst schwer macht. Bernd Kaufmann , der den Vortrag gehalten hat, kann auf einen reichen Wissensschatz zu diesem Thema zugreifen. Anhand von Biotopfotos zeigte er, dass in natürlicher Umgebung meistens entweder höhere Pflanzen oder Algen vorkommen und erlauterte auch sehr gut verständlich, warum das so ist und wie diese Erkenntnisse im Aquarium angewendet werden können. Außerdem schnitt er noch kurz das Thema Rinderherzverfütterung an, worauf er auch auf seiner Webseite www.aquamax.de ausführlich eingeht.

Nach dem Vortrag hatten wir dann etwas Zeit, uns die Ausstellung anzusehen.

uebersicht in die Ausstellung

Da wir natürlich nicht unbewaffnet dort aufgeschlagen sind, können wir Euch einen kleinen Vorgeschmack auf einen Besuch bieten:

Salzwasser ist manchmal ziemlich fotogen:

Aquaristik 1970

Aquaristik in den 70ern des letzten Jahrhunderts

Bonsaiaquarium

“Bonsaiaquarium”

heimischer Fluss

Unterwasserwelt der heimischen Flüsse

Agame im Terrarium

Terraristikabteilung

Weitere Fotos

100 Jahre Aquaristik an der Saar Teil 2 (Henrys Version)

Heute war der 22.April. Nun konnte ich mich in Richtung Neunkirchen auf die Socken machen.
Da ich mir nun endlich ein Navigationsgerät geleistet habe, blieb das übliche Verfahren nach Landsweiler-Reden aus und ich machte eine Punktlandung vor den Toren des Bergwerggeländes, auf dem sich das Biodukomentationszentrum befindet.

Veranstaltungsort

Gleich eilte ich zu dem Vortrag von Bernd Kaufmann, der einiges über Algen zu berichten wusste. Es gab für mich einige Neuigkeiten darüber, besonders über das Verhältnis der Sauerstoffsättigung zum Algenwuchs. Aber mehr darüber findet ihr auf Aquamax. Nach dem Vortrag ließen wir es uns nicht nehmen, Bernd von seiner Abreise aufzuhalten und nach Strich und Faden mit ihm zu Diskutieren, weshalb er wohl später als er geplant hatte nach Hause kam.

Vortrag Bernd Kaufmann

Nun galt meine Aufmerksamkeit den Schauaquarien, die gut zwischen den Vitrinen und Exponaten des Biodukomentationszentrums platziert waren. Hier befanden sich die Becken aus verschiedenen Biotopen. Angefangen von einheimischen Fischen bis hin zu Seewasserbecken.
Auch die Terraristik fand ihren Platz.

Heimische Fische
Rotrückenskalar
Meerwasser

Lange habe ich mich auch an den zwei Becken von …… Theis aufgehalten, der außer eines normalen Aquariums noch ein Vivarieum/Bonsaibecken austellte.
Der Landteil dieses Spezialaquarien bestand aus Wurzeln, die mit Moosen, Aufsitzfarnen und Bonsaibäumchen bepflanzt war. Als Besatz wurden Killis ausgewählt, was gut in das Erscheinungsbild und zum niedrigen Wasserstand passte.

Aquaristik Service THEIS
Theis Becken

Das zweite Becken war mit Cryptocorinen und Crinum beflanzt, wobei der gewählte Fischbesatz – Rotrückenskalare – gut zur Geltung kamen.

Nachdem Peter und ich uns hier festgequatscht hatten und die Zeit wie im Fluge verging, brachen wir etwas überhastet auf, da bei Peter zu Hause alle schon vorm Grill versammelt waren und dort auf den Grillmeister warteten.