Farbschaber

Ich fragte meine Frau, ob sie mir bitte Rasierklingen mit aus dem Dorf mitbringen könnte, um damit die Eier von der Scheibe besser abziehen zu können. Als sie zurück gekommen war, drückte sie mir einen sogenanten Farbschaber in die Hand.

Farbschaber

Ich glaube ich hatte sie etwas verdutzt angeschaut. Denn sofort kamen die Worte: “Das Ding ist doch viel besser als so eine olle Rasierklinge!”

Und wirklich – das Ding ist Klasse: ob zum Entfernen von Algen auf den Glasscheiben oder fürs Absammeln von z.B Sturisoma-Eiern.

Kleine Umbaumaßnahme

Zum entfernen von Eiern habe ich hinten durch das Aufhängeloch einfach den Schlauch geführt und vorne mit einem Gummi befestigt.

Farbschaber mit Schlauch

So kann ich einfach die Eier mit der Klinge abziehen und im gleichen Moment die Eier absaugen und in ein Laichnetz überführen. Klappt richtig gut, wenn man den Schlauch nicht knickt. (-:
Ich werde das Teil wohl noch etwas verbessern.

Beim Absaugen von Eiern Eier laufen ins Laichnetzt
Absaugen der Eier Eier laufen ins Netz

Übrigens, ich bin nicht verwandt bzw. verschwägert mit einem Farbschaberhersteller (-:

Gruß Henry

Neozoa im Bodensee

Fremde Arten: Exoteninvasion gefà¯Â¿Â½hrdet den Bodensee – Wissenschaft – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten

Im Bodensee schwimmt so allerhand rum, was da nicht hineingehört. Nicht Schwimmer und Surfer machen Naturschützern Sorgen, sondern exotische Fische, Muscheln, Schnecken und Krebse. Die ungebetenen Gäste gefährden das Ökosystem.

…und nicht nur den Bodensee. Marmorkrebse in Baden, amerikanische Flusskrebse fast überall, Regenbogenforellen in den Bächen, Flüssen und Teichen, kanadische Wasserpest aller Orten…

Putzergarnelen

Bizarre Krebse: Wer am meisten wackelt, darf putzen – Wissenschaft – SPIEGEL ONLINE

Um an Futter zu kommen, führen Putzergarnelen einen Reklametanz auf. Die Bewegungen sollen Fische motivieren, ihre Haut von den Krebsen reinigen zu lassen. Der weggeputzte Schmutz bildet ein leckeres Mahl für die kleinen Tiere.

…auch die Wissenschaft betätigt sich, wie wir alle wissen, schon geraume Zeit mit der Aquaristik.

Piranhas sind nicht gern allein

Feige Fische: Piranhas sind nicht gern allein – Wissenschaft – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten

Ihr Ruf ist furchterregend, sie gelten als gefährliche Killer und Menschenfresser. Dennoch fühlen sich Piranhas nur gemeinsam stark: Sind sie alleine, verhalten sie sich schreckhaft und ängstlich, wie ein Forscherteam jetzt zeigen konnte.

Dass diese alten Vorurteile und dümmlichen Legenden immer noch herumgeistern…

Diskus / Symphysodon aequifasciatus

  1. Bilder
  2. Wasserwerte
  3. Futter
  4. Namen
  5. Allgemeines
    1. Herkunft/Heimat
    2. Lebensraum
    3. Wasserwerte
    4. Größe
    5. Geschlechtsunterschiede
    6. Futter
  6. Erfahrungen
  7. Zucht
  8. Literatur
  9. Links

Bilder:

Diskus 2003

Symphysodon aequifasciatus

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Namen

Diskus
Symphysodon aequifasciatus

Taxonomie

o- Familie: Cichlidae
`+- Unterfamilie: Cichlasomatinae
.`+- Gattung: Symphysodon
…`o- Art: aequifasciatus Pellegrin, 1904

Allgemeines

Herkunft

Südamerika in den Amazonasstromgebieten

Lebensraum :

in Schwarzwasser,Klarwasser,Weißwasser.(je nach Fanggebiet)Das Wasser ist sehr Mineralarm so das Leitwerte von über 50à‚µs mir nicht bekannt sind und der Ph-Wert je nach Fangebiet von ca 4,5-6,5 reichen dürfte.Wo sie sich gerne im Schutze des Wurzelholz aufhalten.

Wasserwerte

Temperatur 27-30°C
pH pH 5,5-7
KH 0-?dKH
GH 0-?°dGH
AQ-Größe ab 50×50×100 cm

Größe

Größe bis 25cm

Geschlechtsunterschiede

Außerhalb der Laichzeit kaum zu Unterscheiden. Die Form der Genitalpapille läuft beim Männchen spitz zu und beim Weibchen rund. (ist aber nur deutlich kurz vor dem Laichackt zu erkennen)

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Futter

Frostfutter, Lebendfutter, Trockenfutter

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Erfahrungen

Erstberührung 1993

Endlich hatte ich es geschafft, meine Frau von einem größeren Becken zu überzeugen. Es sollte ein 150×50×60 werden. Beleuchtet mit HQI und oben offen, so dass der Froschlöffel über Wasser blühen konnte. Also begann ich mal zu sparen. Immer dann, wenn ich genug Geld zusammen hatte, kaufte ich mir ein Teil mehr.
Nach 9 Monaten hatte ich alles zusammen, was die Werbung mir versprach, um ein Becken ohne Probleme zum Laufen zu bringen. – Da war einmal der Ph Controller, der Ionenaustauscher mit Nitratharz, der mir einen Ph-Wert von 6,5 versprach, 2x HQI 70 W mit WDL bestückt, einen Schnellfilter mit HMF und einen Termofilter von Eheim.
Zu allem Überfluss kam das este Buch von T.Amano (noch auf Japanisch) auf den Markt, dessen Bilder mich in ihren Bann schlugen.
Wie auf diesen Bildern muss mein Becken aussehen – dachte ich mir.
Diskus müssen es sein!
Ich, der mit der ganzen Technik ja alles im Griff haben musste… (dachte ich zumindestens :-).
Dann erzählte mir ein Bekannter, dass er sich 15 junge Diskus gekauft habe und mir zu einem günstigen Preis, wenn sie etwas gewachsen wären, überlassen würde.
An meinem Geburtstag, als ich von der Arbeit kam, schwammen plötzlich 2 Pigeon Blood im Becken, die mir meine Frau kurzerhand gekauft hatte. Kurz darauf folgten noch die 3 Rottürkis von meinem Bekannten.
Damit fing das Drama an.
Zuerst klemmten sie die Flossen und die Kiemendeckel, eine Behandlung erschien unabdingbar.
Die nächsten 3 Monaten konnte ich mein Wissen in Sachen Fischkrankheiten sehr vertiefen und ich merkte auch schnell, dass es einige Medikamente gibt, die durch unbedachten Einsatz ihre Brauchbarkeit verloren haben. 🙁

Den Supergau hatte ich, als ich dachte alles wieder im Griff zu haben.
Ich schloss den Ionenaustauscher wieder im Dauerbetrieb an. Kurz darauf rief mich meine Frau bei einem Bekannten an, dass die Fische wie wild durch das Becken schießen würden. Als ich nach Hause kam, war nichts mehr zu retten. Der Ph -Wert lag bei 9,8 Zuerst hatte ich meinen Junior in verdacht, was sich aber nicht bestätigte. Ich denke immer noch, dass das Nitratharz mit den Medikamenten unvorhergesehen reagiert hat.

Versuch Nr. 2

Es mußten erst wieder 10 Jahre vergehen, bis ich wieder an Diskus Interesse fand. 2003 kaufte ich mir von eine Züchter, der immer noch in seinen alten Holzbecken Diskus züchtet, einige Tiere. Er meinte nur, Temperaturbehandlungen seinen Kritisch, da sich dann das Holz verziehe ;-).
Er ist ein Züchter der alten Schule, der ohne viel Technik arbeitet und meiner Meinung auch sehr stabile, gesunde Fische hat.
Auch ich wollte es jetzt ohne großen Aufwand versuchen.
Ich richtete das 150×50x50cm-Aquarium nur mit 2 HMF mit Luftheber, Sandboden und einen Rucksackfilter mit Torf ein.

Diskus Jungtiere

junge Diskus

Die Rechnung schien aufzugehen. Die Tiere wuchsen wunderbar und sie futterten sehr gut, ich bekam fast Angst dass sie platzen würden. (-:
Leider verstarben 3 der 5 Tiere auf selsame Weise! Ich fand sie im alter von einem Jahr alle 3 am gleichen Tag auf der Abdeckscheibe liegen, obwohl diese nur einen Spalt von ca 1 cm hatte. (dort wo der Rucksackfilter hing)
Einen fand ich eines Morgens tot im Becken, ohne dass es ein Anzeichen einer Erkrankung gab.
Es blieb nur einer übrig. Es sollte, glaubte ich, nicht sein. Der letzte blieb völlig gesund und munter, doch ich war lange am überlegen, ob ich noch welche kaufen oder den verbleibenden abgeben soll.

Versuch 3 – 2004

Diskus 24.05.

Na eigendlich wollte ich ja nicht mehr. Aber wie das Leben so spielt, klingelte das Telefon – ein Bekannter teilte mir mit das schnellst möglich seine Aquarienanlage räumen müße. Kurzerhand rief ich Peter an und die Sache war am laufen. Zuerst räumten wir den Keller, später dann das Wohzimmer.
Im Wohnzimmer befand sich ein 120×40x40cm-Becken mit ein paar Corydoras duplicareus , Poecilia reticulatus und Bienengarnelen , die sich gut zu verstecken wussten.
In dem Becken lebten außerdem noch 4 etwa 6cm große Diskusse. Leider erkannte man schnell, dass sie viel zu große Augen für ihre Körpergröße hatten, was wohl an dem zu kleinem Becken und nicht ausreichenter Fütterung gelegen haben mag.
Dreimal dürft ihr raten, wer sie mitgenommen hat. 😉
Zu Hause angekommen setzte ich sie zu dem verbleibende Diskus. Zu meinem erstaunen laichten die kleinen Tiere schon nach 2 Wochen bei mir ab. Das Ganze wiederholte sich alle 2 Wochen – 2 Monate lang – ohne dass sich daraus was entwickelt hatte.
Die Eier wurden immer aufgefressen. Die Tiere haben bis heute mächtig zugelegt, so dass sie jetzt ca 12cm groß sind. Leider fressen sie ihr Gelege immer noch.
Ich glaube, nur Weibchen erwischt zu haben. Leider ist mir das Alttier von 2003 kurz nach dem einseztzen der Vier gestorben.
Warscheinlich habe ich mit den Neuzugängen irgendwelche Parasiten oder Krankheitserreger eingeschleppt.
Heute – 24.05.05 – haben die beiden wieder gelaicht; mit dem gleichen Ergebniss wie immer )-:

Besonderheiten

Diskus testen ihr Futter bei der Aufnahme; sie spucken es mehrmals aus, bevor sie neues Futter akzeptieren.
Die Temperatur, in der sich die Tiere wohlfühlen, liegt über 28°C und der pH-Wert unter 7. ( Anmerkung: je tiefer der pH-Wert ist, desto geringer ist die Keimzahl im Wasser und bei Temperaturen über 28°C sind viele Parasiten in der Vermehrung gehemmt)

Vergesellschaftung

Mit Garnelen und Krebsen leider nicht möglich, da Diskuse diese zum fressen gerne haben.
Mit Skarlaren nicht anzuraten da Skalare starke Futterkonkurrenten sind und die Diskus bei der Futteraufnahme zu kurz kommen.
Skalare kommen auch viel besser mit Parasiten zurecht, so dass man es ihnen kaum anmerkt. Die Diskus haben aber stark damit zu kämpfen.

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Literatur:

  1. Kosmos/Diskus/Hans J.Mayland
  2. Mergus Aquarien Atlas 1/770 2/994,996
  3. Landbuchverlag/Diskusfiber/Hans J.Mayland
  4. Gesunde Diskus und Großcichliden, Bd.1
  5. Gesunde Diskus und Großcichliden, Bd.2

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Fishbase

Microsorium pteropus / Javafarn


Microsorium pteropus / Javafarn
  1. Bilder
  2. Wasserwerte
  1. Namen
  2. Allgemeines
    1. Herkunft/Heimat
    2. Fundorte
    3. Wasserwerte
    4. Höhe
  1. Erfahrungen
  2. Vermehrung
  3. Literatur
  4. Links

Bilder:

Microsorium pteropus

Microsorium pteropus / Javafarn

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Namen

Microsorium pteropus / Javafarn

Erstbeschreibung : Ching 1933

Familie: Polypodiaceae-Farngewächse

Allgemeines

Herkunft

Südostasien; Java bis zu den Philippinen

Fundorte:

Die Pflanze ist in Spritzwasserzonen, wie z.B. Sturzbächen, zu finden, wobei sie mit ihren Haftwurzeln festen Halt an Hölzern und Steine findet.

Wasserwerte

Temperatur 20-28°C
pH pH 5,5-7,5
KH 2-12dKH
AQ-Größe ab 60 cm

Höhe

Höhe 10 bis 20cm

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Erfahrungen

Microsorium pteropus ist einer meiner Lieblingspflanzen, die kaum kleinzukriegen ist.
Die Blätter trocknen an der Luft sehr schnell aus. Wenn das Rhyzom (Verdickte Wurzel) jedoch unbeschädigt bleibt, treibt die Pflanze aber wieder neu aus.

Microsorium pteropus auf Wurzel

Die Pflanze befestigt man am besten an Steine oder Wurzeln mit Nylonfäden oder Wollfäden die man nach einer gewissen Zeit wieder entfernen kann.
Sie eignet sich besonderst gut als Aufsetzerpflanze da sie mit ihren Wurzeln keinen Bodengrund braucht .Sie gedeiht gut mit nicht so viel Licht so das der Standort halbbeschattet oder ganz Beschattet ist .

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Vermehrung

Sie bildet an dem Rhizom neue Blätter aus so das man diese teilen kann um 2 Mutterpflanzen zu erhalten

Microsorium pteropus Rhizom
Das Rhizom ist die verdickte Wurzel aus dem die Blätter wachsen

oder vermehrt sie über die Adventivsprosse die sich auf der unterseite der Blätter befinden .So wächst aus jedem Adventivsprosse ein neue kleine Pflanze heraus.

Microsorium pteropus Adventivsprosse
Microsorium pteropus Adventivsprosse

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Literatur:

Atlas 1 Seite 142

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www.dennerle.de

Unbestimmter Loricariinae LG6

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Bilder:

LG6
LG6 im Sand
LG6 im Sand

LG6

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Namen

LG6

Taxonomie

o- Familie: Loricariidae
..`+- Unterfamilie: Loricariinae
….`+- Gattung: _?_
……`+- Art: _?_

Allgemeines

Herkunft

Südamerika, warscheinlich Paraguay und Umgebung
L-Wels.com

Lebensraum:

Nicht Bekannt

Wasserwerte

Temperatur 24-30°C
pH pH 6-8,0
KH 0-?dKH
GH 0-?°dGH
AQ-Größe ab 80 cm

Größe

Größe ca 10cm

Geschlechtsunterschiede

Weibchen fülliger .Männchen haben einen kleinen Bart der aber auf denn ersten Blick kaum zu erkennen ist so das man schon genauer hinschauen muß.

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Futter

Spinat, Flockenfutter, Futtertabletten

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Erfahrungen

März 2005 habe ich die Tiere von Kurt erhalten, der etwas Luft in seine Anlage bringen mußte. Ich setzte die Tiere in ein 1m-Becken, das als Bodengrund feinen Sand hat und auch einige Wurzeln und Schieferhöhlen besitzt. Das Aquarium müssen sie sich mit 10 Corydoras axelrodi, L183 und Rotpunkt-Ancistrus teilen, was sehr gut funktioniert. Das Becken ist auch nur sehr spärlich bepflanzt.
Tagsüber zeigen sie ähnliche Verhaltensweisen wie Rineloricaria und graben sich in den Boden ein bzw. nehmen sie Stellung in Höhlen.
Seltener ist zu beobachten, dass die Tiere sich auf Holz niederlassen, wie man es zum Beispiel von Storisoma kennt. Nachts werden sie erst richtig aktiv.
Leider konnte ich sie noch nicht zum Ablaichen bewegen. Laut Welsatlas sollen sie dies aber in Röhren und auch wie von Marion geschildert an der Scheibe tun.
Die stark verlängerten Filamente an der Afterflosse, wie Ingo Seidel es von Wildfangtieren beschreibt, konnte ich nicht einmal ansatzweise bei meinen Tieren erkennen.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen hier Wissenslücken zu schliessen und sie im Kommentarfeld preisgeben.

bis bald, Henry 🙂

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Zucht

28.07.
Als ich die Männchen von Andreas Lay aus Leimen bekommen hatte dauerte es gerade noch 5 Tage als ich die ersten Eier in einer Schieferhöhle gefunden hatte .Das Männchen bewacht dort die leicht grünlichen Eier bis zum Schlupf . Die jungen larven lassen sich dann leicht absaugen und in einen Laichkasten überführen.Gefüttert werden sie zur Zeit mit Spinat,Artemia und Futtertaps .Bis jetzt Entwickeln sich die kleinen recht gut .Wenn alles gut funktioniert hat ,schreibe ich mal einen Ausführlichen Bericht (-:.

Literatur:

Mergus Wels Atlas S 731

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