Das Problem gebietsfremder Tiere und Pflanzen

Passend zu Krebse als Neozoa veröffentlicht der Aquarienclub Braunschweig folgenden Artikel:

FishLight XXII

Das Problem gebietsfremder Tiere und Pflanzen

Die Einwanderung von Tierarten in neue Gebiete war und ist ein Bestandteil natürlicher Prozesse. Seit des Eingreifens des Menschen hat dieser Prozess allerdings eine völlig neue Qualität erfahren. Insbesondere seit Entdeckung der neuen Welt und des zunehmenden interkontinentalen Handels werden Tiere und Pflanzen über geographische Barrieren transportiert, die sie vorher nie überwinden konnten. In Lebensräumen, die sehr lange weitgehend isoliert waren, hat die Einschleppung neuer Arten zu massiven Problemen geführt. Inzwischen wird neben der Zerstörung des Lebensraumes die Invasion neuer Tier- und Pflanzenarten als Hauptgrund für das Artensterben genannt. …weiter im FishLight XXII

Hyphessobrycon erythrostigma / Fahnen-Kirschflecksalmler


Fahnen-Kirschflecksalmler
Hyphessobrycon erythrostigma (Fowler, 1943)

ein wunderschöner Salmler aus der Rosy Tetra -Gruppe, der bis zu 80 mm groß wird.

  1. Bilder
  2. Wasserwerte
  3. Futter
  4. Namen
  5. Herkunft/Heimat
  6. Literatur
  7. Links

Bilder:

Fahnen-Kirschflecksalmler, Männchen

Fahnen-Kirschflecksalmler, Hyphessobrycon erythrostigma, Männchen

Fahnen-Kirschflecksalmler, H.erythrostigma - Weibchen

Fahnen-Kirschflecksalmler, Hyphessobrycon erythrostigma, Weibchen

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Kirschflecksalmler-W.jpg
Lizenz: GNU-FDL

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Namen:

Hyphessobrycon erythrostigma Ortega & Vari, 1986
Hemigrammus erythrostigma (Fowler, 1943)
Hyphessobrycon rubrostigma Hoedeman, 1956; (synonym)

Fahnen-Kirschflecksalmler
Perez-Salmler
Bleeding Heart tetra
Bloedvlektetra

Taxonomie:

o- Klasse: Knochenfische Teleostomi (=Osteichthyes)
`+-Unterklasse: Strahlenflosser Actionpterygii
.`+-Ü.Ordnung: Echte Knochenfische Teleostei
..`+-Ordnung: Salmlerartige Characiformes
….`+-Unterordnung: Salmlerverwandte Characoidei
……`+-Familie: Echte Salmler Characidae
……..`+-Unterfamilie: Tetragonopterinae (?)
……….`+-Gattung: Hyphessobrycon
…………`o-Art: erythrostigma Ortega & Vari, 1986 (Fowler, 1943)

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Herkunft

Der Fahnen-Kirschflecksalmler kommt in Schwarzwasserbiotopen in Peru und Kolumbien im oberen Amazonasgebiet vor. Ähnliche Arten sind Hyphessobrycon socolofi Weitzman, 1977; Socolofs Kirschflecksalmler ; Hyphessobrycon sp. “green back”; Hyphessobrycon pyrrhonotus (Rotrücken-Kirschflecksalmler).

Wasserwerte

Schwarzwasser

Temperatur 22-28°C
pH pH 5-7,0
KH 0-3°dKH
GH 0-12°dGH
AQ-Größe ab 80 cm
Größe M bis 80 mm
W bis 70 mm

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Futter

Lebend-, Frost- und Flockenfutter. Am liebsten scheinen sie schwarze und weiße Mückenlarven zu mögen. Auch TK-Cyclops werden gerne genommen.

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Zucht

Bisher sind nur vereinzelte Zuchterfolge aus Scandinavien bekannt.
Erfolgversprechend dürfte es sein, wenn man eine Art Regenzeitsimulation nachbildet und weiches, mit Torf angesäuertes Wasser bieten kann.
In einigen älteren Büchern steht, dass sich dieser Salmler ähnlich wie Schmucksalmler Hyphessobrycon rosaceus (früher unter H. bentosi bentosi oder H. ornatus) vermehren lässt, wobei die Jungfische mit sehr hochwertigem Lebendfutter versorgt werden müssen, damit sie die Größe von fast 8cm erreichen, die bei Wildfängen zu finden ist.

Wenn jemand von erfolgreichen Nachzuchtversuchen zu berichten weiß, ist er herzlichst eingeladen, mir duies per Email oder im Kommentarformular (unten auf dieser Seite) mitzuteilen. 🙂

01.03.2005:

Meine Tiere habe ich nun etwa 4 Wochen.
Sie fressen erstaunliche Mengen an Tiefkühlkost und sind immer die Ersten am Futterplatz. Seit ich die Tiere habe, haben sie schon gut einen Zentimeter an Länge zugelegt. (sie messen jetzt ungefähr 6cm) Es muss sich nur noch ein geeignetes Paar finden, das dann auch willig ist.
Die Schmucksalmler , die im gleichen Aquarium untergebracht sind, laichen fast ständig in die Büsche, was die Kirschflecksalmler bisher aber nur wenig beeindruckt.

29.03.2005:

Keine wesendliche Veränderung. Die Tiere fressen gut, lassen aber keinerlei Balzverhalten erkennen.
Die jungen Schmucksalmler sind nun schon an die 12mm lang. Kirschflecksalmler gibt es bei mir aber immer noch nicht.

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Literatur:

Peter & Martin Hoffmann (2000), Salmler, ISBN 3800174936
Helmut Stallknecht (1994), Man nennt sie Salmler, ISBN 3897451174

Mergus Bd.1, S.284

^

zierfischverzeichnis.de
de.wikipedia.org
Rosy Tetra 1
Rosy Tetra 2

englisch:

Fishbase

aquahobby.com
badmanstropicalfish.com
fish.mongabay.com
freshaquarium.about.com
myfishbox.com
species.fishindex.com
thetropicaltank.co.uk
www3.sympatico.ca/ps.mcfarlane

FU-Neurobiologin erforscht das Nervensystem von Krebstieren

FU Berlin | Kommunikations- und Informationsstelle

Hummer on the Rocks
FU-Neurobiologin erforscht das Nervensystem von Krebstieren

20.03.2003

Hummer – die einen lieben ihn am liebsten gekocht, nur mit etwas Butter, andere schwören auf die gratinierte Variante. Petra Skiebe-Corrette dahingegen liebt ihn kalt – eiskalt. Und sie will ihn lebendig, denn sie interessiert sich für sein Nervensystem. Krebstiere sind eines von mehreren Modellsystemen, an denen Neurobiologen versuchen zu verstehen, wie das Gehirn funktioniert. Sie wollen herausfinden, wie es sich entwickelt, verändert und was den Unterschied zwischen einem gesunden und einem kranken Nervensystem ausmacht. Denn erst wenn Wissenschaftler das menschliche Gehirn mit all seinen Funktionen begreifen, besteht die Chance, bei Fehlfunktionen wie Alzheimer oder Parkinson die Ursachen zu korrigieren.

Chemische Zusammensetzung des Krebspanzers

  1. Exoskelett
  2. Chitin
  3. Sklerotin

Exoskelett

Ein Exoskelett ist eine Stützstruktur für einen Organismus, das eine stabile äußere Hülle um diesen bildet.

Im Gegensatz zu den Wirbeltieren besitzen viele Gliederfüßer, vor allem in der Klasse der Insekten, Kieferklauenträger und Krebstiere statt eines stabilen Innenskeletts ein stabilisierendes Außenskelett.

Dies ist meist zum Großteil aus Chitin , Kalziumkarbonat (auch Magnesiumcarbonat, Kalziumphosphat, Magnesiumphosphat) und Strukturproteinen wie Sklerotin aufgebaut.

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Chitin

Chitin ist eines der Hauptbestandteile der Zellwand von Pilzen und des Exoskeletts von Insekten, Arthropoden und einiger anderer Tiere. Chitin ist ein Polysaccharid, das aus mehreren Acetylglucosaminen besteht (präzise: N-acetyl-D-glucos-2-amine). Die Acetylglucosamine sind durch β-1,4 Verbindungen gekoppelt – dies ist die gleiche Kopplung wie die von Glukose zu Zellulose.

Chitin kann also als Abart der Zellulose aufgefasst werden, bei der eine Hydoxyl-Gruppe jedes Monomers durch eine Acetylamin-Gruppe ersetzt wurde.
Dadurch wird eine stärkere Wasserstoff-Bindung zwischen angrenzenden Polymeren erreicht, die Chitin härter und stabiler als Zellulose macht.
Entgegen der landläufigen Meinung ist aber nicht Chitin dafür
verantwortlich, dass ein Insektenpanzer hart ist. Chitin ist für dessen Weichheit und Biegsamkeit verantwortlich. Erst durch die Zugabe von Sklerotin wird die Cuticula hart und stabil.

Chitin, erstellt mit XDrawChem, Lizenz GNU-FDL

Chitin, Lizenz GNU-FDL

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Sklerotin

Sklerotin (lateinisch skeleron: hart) ist ein Strukturprotein, das hauptsächlich im Exoskelett von Krebstieren vorkommt. Es sorgt für die Festigkeit des Exoskeletts, während das Chitin für dessen Beweglichkeit sorgt.

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Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einigen Artikeln aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Aphyocharax anisitsi / Rotflossensalmler (update)

Dieser Artikel erschien in Datz/Aquarien-Praxis und stammt ursprünglich von aquarium.hiltklein.de

schönes Männchen

  1. Herkunft und Lebensweise
  2. Zucht
  3. Larvenentwicklung im Bild

Taxonomie:

o- Klasse: Knochenfische Teleostomi (=Osteichthyes)
`+-Unterklasse: Strahlenflosser Actionpterygii
.`+-Ü.Ordnung: Echte Knochenfische Teleostei
..`+-Ordnung: Salmlerartige Characiformes
….`+-Unterordnung: Salmlerverwandte Characoidei
……`+-Familie: Echte Salmler Characidae
……..`+-Unterfamilie: Aphyocharacinae
……….`+-Gattung: Aphyocharax
…………`o-Art: anisitsi Eigenmann & Kennedy, 1903

Allgemeines:

Die Rotflossensalmler kommen in der Natur im Paraná-Fluss und seinen Nebenflüssen (Rio Cuiaba in der Umgebung des Ninhal Porto da Fazenda) vor. Der Paraná-Paraguay-Fluss ist nach dem Amazonas der größte Strom in Südamerika. Er entsteht in Mittelbrasilien aus dem Zusammenfluss von Rio Paranaà Â­ba und Rio Grande und mündet nach dem Zusammenfluss mit dem Uruguay in den Rio de la Plata, wobei er Brasilien, Paraguay und Argentinien durchfließt. Landschaft

Sven Stürcken hat auf seiner hervorragenden Homepage die Wasserwerte vieler Flüsse gesammelt, unter Anderem auch die vom Rio Paraná:

Rio Paraná am 12.07.1993:

  • Temp.:13°C
  • pH 7,02
  • KH 0,76°dH
  • GH 0,51°dH
  • CO2 2,5 mg/l
  • O2 70 mg/l
  • NOà‚³ n.n. (mg/l)
  • NOà‚² n.n. (mg/l)
  • Cu 10 à‚µg/l
  • 33 à‚µS/cm
  • Strömung k.A.

Diese Momentaufnahme im dortigen Winter zeigt, dass dort auch mal kühlere Temperaturen vorherrschen können.
(der Paraná ist recht lang…)

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Die bis zu sechs Zentimeter lang werdenden Salmler sollte man wegen ihres meines Erachtens (nicht im eigentlichen Sinne des Ausdrucks) ausgeprägten Schwarmverhaltens am besten in Gruppen von mindestens acht Tieren pflegen. Diese Art besetzt, auch wenn sie Platz genug zur Verfügung haben, keine Reviere. (vergleiche: Schwarmfisch )

Zusammen mit den Rotflossensalmlern kommen u.A. folgende Fischarten dort vor:

Die häufigsten Pflanzenarten:

  • Vallisneria spiralis
  • Elodea densa

Zucht:

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Nachdem ich am Montag, 2.September 2002 ein Rotflossensalmler – Weibchen, welches unfruchtbare Eier produzierte, zurück in das Gesellschaftsbecken gesetzt habe, fing ich zwei andere, gutaussehende 😉 Weibchen (nach ihrem Verhalten ausgesucht, nicht nach Aussehen, denn da unterschieden sie sich nur wenig von den Männchen) aus dem Unterwasserdickicht in meinem 150cm AQ.
Ich setzte die Fische in das mit meinem bereits bei der Zucht von Roten Neon und Sternflecksalmlern bewährten Ablaichbecken.

Es ist mit einem Laichnetz und einem Mattenfilter, der über einen kleinen Eheim-Außenfilter betrieben wird, ausgestattet und fasst ca. 21l.

Wasserwerte

  • GH: 8,5°dH;
  • KH: 5,5°dH;
  • pH 6,8;
  • NO2: n.n.;
  • NO3: 22mg(!!);
  • 23.8°C

Mit den zwei Weibchen setzte ich auch zwei Männchen ein (Auswahl wie oben, wobei das Treiben im Gesellschaftsbecken mir sehr geholfen hat).
Ich dunkelte das Becken von oben ab. (seitlich bietet das Laichnetz aus schwarzem Mückennetzstoff genug Schutz)

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Am nächsten Morgen konnte ich bereits um 8.00h ca 50 Rotflossansalmler-Eier zählen, wobei man bei meiner Angewohnheit, immer ein Büschel Javamoos im Zuchtbecken schwimmen zu haben, nie auf die tatsächliche Zahl der Eier schließen kann.
Ich hob gegen 10.00h die Salmler mit ihrem Laichnetz heraus. Die Eier sahen ausnahmslos wasserklar aus.
Am nächsten Morgen, Mittwochs also, 8.00h, sah ich schon die ersten zappelnden Larven, die sich noch offensichtlich mit dem Schlüpfen abmühten.

Durch die für Salmlerzuchtverhältnisse relativ große Wassermenge erspare ich mir in den ersten beiden Tagen einen Wasserwechsel (bis die Fische frei schwimmen und vor dem Licht einer Tachenlampe flüchten, was den WW enorm erleichtert).
Bereits am Donnerstag, also am 2. Tag nach der Eiablage, hingen die Larven an den Seitenscheiben.
Am Samstag (wenn man den Schlupftag als 1. Tag nimmt, der 4.Tag) schwammen die Jungen an der Wasseroberfläche und füllten ihre Luftblasen.

Da ich immer einen Batzen Javamoos im Becken hab, machte ich mir auch keine größeren Sorgen um die Ernährung.
Darin wimmelt es nur so vor Kleinvieh , das die passende Größe hat.
Am Montag, also am 6.Tag, schwammen die Jungfische schon recht flott durchs Wasser und ich fütterte ein paar Tropfen tiefgekühlte Rädertierchen, die sofort gut genommen wurden. Man konnte die gefüllten Bäuche gut erkennen.

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Jetzt waren die Fische abends auch ausgesprochen an der Oberfläche orientiert, wodurch ich nach mehrmaliger Schätzung verblüfft feststellte, dass da mit Sicherheit mehr als 120 Jungtiere, alle ca. 6mm lang, im Bassin schwammen!

Dienstag und Mittwoch wurde jeweils 3 mal mit Rädertierchen gefüttert, wobei die Jungfische hauptsächlich an der Wasseroberfläche Nahrung aufnahmen.

Donnerstag das Gleiche, bis um 18.32h meine 3-jährige Tochter auf die tolle Idee kam, in einem unbewachten Moment “Die Fische zu füttern”.
Sie bewerkstelligte das mit ca. 80ml (von 100ml in der Flasche) “life A” entkapselten Artemia-Eiern in konzentrierter Salzlösung!!

Schockschwerenot-SCH####-!!

Ich hab den Filter schnell abgestellt (Salzwasser setzt sich wegen der größeren Dichte meist unten ab) und hab fast alle Fische gleich abgeschöpft und in einem anderen AQ mit gleichen Wasserwerten untergebracht.
Bilanz: nach 3 Tagen haben nur noch ca. 30 Tiere überlebt!
A.anisitsi mag also keine Salzbrühe 🙂
Die 30 Überlebenden sind jetzt (01.10.2002) zwischen 8 und 12mm groß und erfreuen sich bester Gesundheit.

Bei 2 späteren Zuchtansätzen nach dem gleichen Verfahren (ohne “Spezialfütterungâ€? ;-)) kamen bisher ca.20 (beim 2. Mal) und mindestens 150 (beim 3. Versuch) Fischlarven heraus, welche heute aber gerade erst 4/2 Tage alt sind.

Nachtrag 01.01.2003:

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Aus den beiden letzten Zuchtansätzen sind nach Zählung beim Herausfangen und Umsetzen 170 Jungfische in einer Größe von mittlerweile 3 cm herausgekommen.
Alle sind gut gefärbt und schwimmen beim Füttern gefräßig an die Oberfläche.

16.01.2005

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Von dem ganzen Jungfischsegen waren mir, weil ich bis auf 15 Tiere alle abgegeben habe und aufgrund einer technischen Panne nur 4 Exemplare geblieben.

Glücklicherweise stellte es sich heraus, dass es sich dabei um 2 Pärchen handelt.

Heute Morgen haben sie zum ersten Mal wieder abgelaicht! 🙂
Das finde ich vor allem deshalb besonders toll, da meine Tiere besonders farbenprächtig sind, was man von den Individuen, die in letzter Zeit im Handel zu finden sind, leider nicht sagen kann.

Es kann also weitergehen…

Bilder, die wärend der Entwicklung der Jungfische entstanden sind:

Entwicklung

Rotflossensalmler-Brut, 7 Tage alt

Die Brut, 7 Tage nach dem Schlupf, bald wird mit der Artemia-Fütterung begonnen. Die Brut ähnelt noch stark kleinen Glassplittern, die Augen sind aber schon als dunkle Punkte gut zu sehen.

Larve, 14Tage alt

Bild eines 14 Tage alten Jungfischs. Die letzte Malzeit (Artemien) ist gut zu erkennen.

Rotflossensalmler-Brut, 23 Tage alt

nach 23 Tagen haben sie schon das Gröbste gepackt. Die Jungfische sind jetzt etwa 12-14mm lang.

24 Tage alt

Vollgefressen! 🙂

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Übrigens ist die Art auch in der Wikipedia zu finden.

HMF fürs Zuchtbecken


Utensilien :

Werkzeug : Material :
Messer
Säge
Bohrer
Bohrmaschine
Schmirgelpapier
Kabelrohrbogen
Filterschwamm
Luftschlauch
Drosselhahn, z.B. Gardena Regulierungsventil
Mempranpumpe

Luftheber

Für den Luftheber verwende ich einen Kabelrohrbogen der einfach mit einer Säge auf länge gebracht wird bzw. wenn es notwendig ist mit einem geraden Stück Kabelrohr verlängert werden kann .In den unteren Bereich des Kabelrohrbogen wird eine Bohrung schräg eingebohrt deren Durchmesser etwas kleiner als der Luftschlauch ist (so das er ohne einzukleben dicht ist und in der Höhe verstellbar ist)

Filterschwamm

Der Filterschwamm wird ca. 1cm breiter als die Filterkammer mit einem Messer (Brotmesser funktioniert recht gut )auf Abmaß zugeschnitten so das er satt sitzt (der Schwamm wird nach längeren Einsatz kleiner darum größer zuschneiden) Um das Loch für den Luftheber durch den Schwamm herzustellen schneidet man am besten mit dem Messer eine kleines Kreuz durch denn Schwamm.

Zusammenbau

-Schlauch in die Bohrung des Lufthebers so einschieben das noch ca min 2cm von Rohrende entfernt ist.(da sonst die Luft nach unten entweicht (-:)
-Drosselhahn und Luftleitungen mit der Mempanpumpe (die natürlich oberhalb des Wasserspiegel steht) verbinden
-Schwamm in Filterkammer einsetzen(bzw. hier über die Beckenbreite)

Tip

Darauf achten, dass das Ende des Lufthebers sich nicht in der Nähe des Filterboden befindet, da es sonst den Mulm wieder ins Becken befördert.
Bei Aufzucht von Jungfische ist es ratsam, eine dünne Schicht Bodengrund einzubringen, da sich sonst Fische in Bodennähe unter dem Schwamm verklemmen können.
Für Jungfischaufzucht nur feinen Schwamm verwenden, da sich sonst die Fische wie in einer Reuse verfangen können.

Material Gebohrter Luftheber Schlauch eingesetzt
Bauteile Gebortes Ansaugrohr Ansaugrohr mit Schlauch
Eingesetzter Filter in Becken Eingesetzter Filter in Becken Im Betrieb
Filter Eingesetzt Seitenansicht Im Betrieb

Pristella maxillaris / Sternflecksalmler


Sternflecksalmler – Pristella maxillaris (Ulrey, 1894)
  1. Bilder
  2. Wasserwerte
  3. Futter
  4. Namen
  5. Herkunft/Heimat
  6. Zucht
  7. Literatur
  1. Links

Bilder:

Sternflecksalmler

Sternflecksalmler Weibchen

Sternflecksalmler Pristella maxillaris Weibchen

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Namen:

Sternflecksalmler
Stiglitzsalmler
Wasserstiglitz

Pristella maxillaris (Ulrey, 1894)

Synonyme

Pristella riddlei (Meek, 1907)
Aphyocarax maxillaris Ulrey, 1894
Holopristes riddlei Meek in Eigenmann & Ogle, 1907 als Typusart
Hemigrammus riddlei Meek in Eigenmann & Ogle, 1907

Taxonomie:

o- Klasse: Knochenfische Teleostomi (=Osteichthyes)
.`+-Unterklasse: Strahlenflosser Actionpterygii
..`+-Ü.Ordnung: Echte Knochenfische Teleostei
…`+-Ordnung: Salmlerartige Characiformes
….`+-Unterordnung: Salmlerverwandte Characoidei
……`+-Familie: Echte Salmler Characidae
……..`+-Unterfamilie: Cheirodontinae
……….`+-Gattung: Pristella
…………`o-Art: maxillaris (Ulrey, 1894)

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Herkunft

Nördliches Südamerika, Britisch Guayana, Venezuela, unterer Amazonas

Wasserwerte

Temperatur 22-28°C
pH pH 5-7,0
KH 0-4°dKH
GH 0-15°dGH
AQ-Größe ab 80 cm
Größe bis 55 mm

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Futter

Lebend-, Frost- und Flockenfutter. Am liebsten scheinen sie schwarze und weiße Mückenlarven zu mögen. Auch TK-Cyclops werden gerne genommen. Die Art braucht auch dann und wann Grünfutter.

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Zucht

Heute (23.02.2005) haben sie wieder gelaicht. Die Sternflecksalmler haben an die 500 Eier gelegt ( 😉 ), die meisten aber nicht befruchtet, da ich nur noch ein reifes Männchen hab, das was taugt und der Laich wohl überlagert war.

Sternflecksalmler-Jungfisch; etwa 2 Wochen alt

Sternflecksalmler Pristella maxillaris ; Jungfisch, etwa 2 Wochen alt und 7mm lang.

16.03.2005: die Jungfische sind jetzt etwa 12mm lang. Es gab doch noch ein paar. (etwa 40-50)

Jungfisch - 5 Wochen alt

Sternflecksalmler Pristella maxillaris ; Jungfisch, etwa 5 Wochen alt und 18mm lang.

Jungfisch, 18mm

Sternflecksalmler Pristella maxillaris ; Jungfisch.

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Literatur:

Peter & Martin Hoffmann (2000), Salmler, ISBN 3800174936
Helmut Stallknecht (1994), Man nennt sie Salmler, ISBN 3897451174

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Fishbase
Salmlernetz

Laichmop

Der Laichmop ist eigentlich nichts anderes als eine Nachbildung der Wurzel einer Schwimmpflanze in deren viele Fische ihre Eier legen wie z.B. Regenbogenfische,verschiedene Killifische und unteranderem auch Panzerwelse.Er erleichtert das Ansammeln der Eier so das man sie nicht im ganzen Becken an Pflanzenblätter usw. suchen muß.

Utensilien :

Werkzeug : Material :
Schere
Teppichmesser
Styrodur
100 % Synthetikwolle

Material und schlechte Erfahrung

Was man nicht an Materialien verwenden sollte, sind Baumwolle, oder Acrylwolle mit Baumwollenanteil, da diese sich zersetzt und auch Pestizide enthalten kann. Als Schwimmer hatte ich voher Korken oder Styropor im Einsatz, die sich aber immer mir nichts dir nichts voll Wasser gezogen haben und im unpassenden Momenten abgesoffen sind.

Bauanleitung

1. Am besten geht es zu zweit. Der eine darf seine ausgestreckten Arme zur Verfügung stellen (Man kann natürlich auch zwei Nägel in ein Brett einschlagen und sie dort wickeln ), der andere wickelt die Wolle drumrum, bis er nicht mehr kann :-).

2. Nun wird die Wolle zu einem Quadrat gelegt und an den Ecken mit einem Faden zusammen gebunden

3. Zwischen den zusammengebundenen Ecken abschneiden.

(Es empfielt sich, den Laichmop vor dem ersten Einsatz abzukochen und auszuspülen, um eventuelle Lösungsmittelrückstände zu entfernen.)

4. Aus der Styrodurplatte schneidet man sich mit Hilfe eines Messers oder einer Säge die Schwimmer aus.

5. Nun einfach Schwimmer und Mop mit einem Stück Faden verbinden, fertig ist der Laichmop.

Anhang
Je nach Fischart ist es angebracht, den Laichmop vor jedem Einsatz auszukochen, da dieser ein guter Nährboden für Bakterien und Pilze ist.

Synthetikwolle in Schlaufe gelegt 4 mal an Ecken zusammengebunden In der Mitte durchsschneiden
Wolle auf länge bringen Abschnüren Schneiden
Schwimmer mit Mop verbinden Fertig Mop im Einsatz mit Laich
Schwimmer Fertig mit Schwimmer Laichmop mit Eier

Leliella sp. red – Roter Hexenwels

  1. Bilder
  2. Wasserwerte
  3. Futter
  4. Namen
  5. Allgemeines
    1. Herkunft/Heimat
    2. Lebensraum
    3. Wasserwerte
    4. Größe
    5. Geschlechtsunterschiede
    6. Futter
  6. Erfahrungen
  7. Zucht
  8. Literatur
  9. Links

Bilder:

Leliella sp. rot sind schwer im Handel zu finden
Leliella sp. rot.
Leliella sp. rot.  Männchen

Leliella sp. “rot” / Roter Hexenwels sind schwer im Handel zu finden

^

Namen

Leliella sp. “rot” / Roter Hexenwels
gefunden habe ich ihn jetzt noch unter Leliella heteroptera

früher Hemiloricaria sp.Red oder Rineloricaria sp.red

Erstbeschreibung : ?

Taxonomie

……..`+- Gattung: Leliella
……….`+- Art: heteropterai (?)

Allgemeines

Herkunft

Unbekannt (Zuchtform?)

Lebensraum :

Unbekannt

Wasserwerte

Temperatur 21-26°C
pH pH 6-8,0
KH 0-?dKH
GH 0-?°dGH
AQ-Größe ab 60 cm

Größe

Größe ca 8cm

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind etwas fülliger. Die Männchen kann man gut daran erkennen, dass sie einen Bart haben und an den Brustflossen “behaart” sind .

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Futter

Trockenfutter, Frostfutter, Grünfutter

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Erfahrungen

Meine ersten Tiere habe ich mir 2002 auf der Bezierksbörse im Saarland gekauft. Ein Tier war nicht so Rot gefärbt wie die anderen – es scheint also starke Farbabweichungen zu geben. Die Farbe ändert sich auch mit der Stimmungslage; so sind sie manchmal sehr rot manchmal weniger.
Ich pflege sie bei einen pH-Wert um die 7 und bei einer Temperatur um die 25°C. Sie hängen hauptsächlich im Unterholz und zeigen sich in meinem Salmerbecken auch ohne Furcht. Die Tiere sind jetzt 2 Jahre alt und scheinen ihre Endgröße mit 8-10cm erreicht zu haben.

Erfahrungen mit Importtieren aus Tschechien

2003 habe ich 5 Tiere aus Tschechien bekommen, die leider nicht so intensiv gefärbt sind und auch manchmal L. lanceolata ähnlicher sehen als die Roten, die ich vor 2 Jahren gekauft habe. Ich denke es sind Hybride, die von H-G.Evers im Welsatlas beschrieben sind. Die ersten Monate nachdem ich sie bekommen habe, fütterte ich viele Artemia-Nauplien, was aber an der Farbe meiner Ansicht nach keine große Änderung ergab. Mal sehen was die Zukunft bringt.

Hemiloricaria braun

2005 – Die Tiere haben sehr unterschiedliche Farben angenommen, wobei ein Tier fast dunkelbraun ist und die andern braunrot. Im Wachstum wurden sie nicht wie erwartet größer, sonder ca 10cm groß. Die ersten Nachzuchten habe ich auch schon – anfangs waren sie kräftig rot gefärbt aber später, nach dem Umsetzen in das Elternbecken, mehr rotbraun.
Bei den Elterntieren war zu beobachten, dass sie wärend der Balzzeit auffälliger und intensiver rot werden, was nach dem Laichvorgang wieder ausbleicht.

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Zucht

Hemiloricaria braun

Leider konnte ich die Leliella sp. “rot” noch nicht vermehren, da ich nur Weibchen besitze, die sich zudem im Wohnzimmerbecken befinden.
Aber es dürfte in etwa so ablaufen wie bei Hemiloricaria sp “braun”

Hierzu hat Klaus Dreymann etwas auf www.welse.net geschrieben.

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Literatur:

Mergus/ Welsatlas 1/694 Mergus /Aquarien Atlas 4/306

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www.pleco.de von Sven Stürcken

Sollte jemand mehr zu der Herkunft und Taxonomie
von Leliella wissen, möchte ich euch bitten, es mir mitzuteilen oder einfach einen Kommentar einzufügen.

vorab schonmal vielen Dank

Henry

Was machen Fische wenn es friert?

Karpfenherz: Rastlos ohne Sauerstoff

Stecyk und Kollegen untersuchten 18 Karauschen (Carassius carassius), die sie aus Tümpeln in der Nähe Oslos gefischt hatten. Die Tiere überstehen Winter oder Trockenzeiten, indem sie sich in den Gewässergrund eingraben. Um den dabei auftretenden Sauerstoffmangel zu simulieren, leiteten die Forscher Stickstoff durch die Aquarien einiger Tiere. Pulsrate, Herzschlagvolumen und Atemfrequenz stiegen daraufhin deutlich an, gingen nach zwei Tagen jedoch wieder auf normale Werte zurück. Blutdruck und Gefäßwiderstand sanken dagegen unter die Norm. Die nervöse Kontrolle des Herzschlags schien intakt.