Erlenzäpfchen


Erlenzapfen im Aquarium

  1. Inhaltsstoffe
  2. Gerbstoffe
  3. Vergleiche zum Seemandelbaum
  4. Ansäuern des Wassers
  5. Hemmung der Verpilzung
  6. Keimreduktion
  7. Die Schwarzerle
  8. Erlenholz als Dekomaterial
  9. Andere Anwendungsgebiete
  10. Weiterführende Literatur
  11. Weiterführende Links

Die Zapfen der Schwarzerle (Alnus glutinosa) sind ein gutes Mittel, um das Wasser mit Huminsäuren anzureichern. Der hohe Gehalt an Tanninen (Gerbstoffen ) verringert die Bakteriendichte im freien Wasser erheblich. Bei Überdosierung können die Inhaltstoffe allerdings fischgiftig wirken, weshalb man die Wasserwerte häufig überprüfen muss.

Nebenwirkungen, die auftreten können sind meines Wissens Erlenwuchs (kleine Bäumchen) an Mattenfiltern, wenn die Samen aufgehen sollten. 🙂

VORSICHT (!!!) beim Sammeln, wenn man gegen Erlenpollen allergisch reagiert!

Bild 1: Erlenzapfen (zum Vergrößern anklicken)

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Inhaltstoffe:

  • Tannine (Gerbstoffe): bis zu 5% der Trockenmasse
  • trihydroxylierte Flavonoide (z.B. Myricetin, Leucodelphinidin, Ellagsäure, Ellagi- und Gallotannine)
  • Lignan, Anthrachinon
  • Huminsäuren

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Gerbstoffe:

Der Begriff Gerbstoffe umfasst alle Stoffe, die Haut zu Leder, also haltbar machen.
Bei den in der Aquaristik verwendeten Gerbstoffen handelt es sich um hochmolekulare Verbindungen unterschiedlicher Zusammensetzung, die adstringierend auf die Schleimhäute der Fische wirken.

Gerbstoffe sind im Pflanzenreich weit verbreitet. Der Begriff kommt daher, daß solche Stoffe zum Gerben von Leder verwendet werden. Es handelt sich hierbei um eine nicht einheitliche, chemische Stoffgruppe. Die Gerbstoffe verschiedener Pflanzen besitzen auch eine unterschiedliche stoffliche Zusammensetzung. Sie bilden mit Mucopolysaccheriden (Kohlehydrate) Zusammenballungen und fällen Eiweiße aus. Dadurch werden Bakterien und Pilzen die Nährstoffe entzogen. Diese können die Schleimhaut nicht besetzen und werden in der Vermehrung gestört.

Ich habe leider keine Möglichkeit, hierzu aussagekräftige Tests durchzuführen.Über nähere Angaben hierzu würde ich mich freuen.

E-Mail: siehe Seitenfuß

Laut Aussagen mehrerer Autoren wird durch die Senkung des ph-Wertes die Durchlässigkeit für die Tannine durch die Zellmembran der Bakterien erreicht.

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Zitat Andreas Spreinat

Bei pH-Werten um den Neutralpunkt (oder höher) liegen Humin- und andere Säuren im Wasser in dissozierter, ionischer Form vor. Diese geladenen Moleküle können die Zellmembran eines Bakteriums nicht oder nur schlecht durchdringen. Es gibt dann also keine Wirkung auf Bakterien. Bei sauren pH-Werten liegen viele Säuren aber undissoziert (ungeladen) vor und können somit die Zellmembran durchdringen, was zu einer Schädigung von Bakterien führt (führen kann). Dies dürfte den Hauptgrund für den hemmenden Einfluß eines niedrigen pH-Wertes (etwa ab kleiner pH 6) auf Bakterien darstellen (soweit dies erforscht ist).

Vergleiche zum Seemandelbaum

Folgenden Ausschnitt aus einem Artikel von Gerhard Ott fand ich recht interessant:

Ott, Gerhard (2003): Blätter vom Seemandelbaum. – Das Aquarium, 37(7), 18-21

Die genaue Wirkungsweise [der Gerbstoffe] ist im Detail weitgehend ungeklärt. Vermutlich bilden solche Stoffe mit Mucopolysaccheriden, das sind Kohlehydratverbindungen in der Schleimhaut, schützende Zusammenballungen organischen Materials und haben fällende Wirkungen auf Eiweißverbindungen, die für Bakterien und andere Krankheitserreger wie Pilze Barrieren darstellen, weil sie biozid wirken.

(Literaturangabe:
DENGLER, A.T., 2002, Die Erle-eine Bereicherung für die Aquaristik. Vereinsjournal der Aquarienfreunde Dachau;
LAKS, 1989; SMITH, 1975; SANDERS u. MIXON, 1978)

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Ansäuern des Wassers:

Die Tests startete ich mit einem Aquarium mit 10l Inhalt ohne Fischbesatz und Pflanzen. Das Wasser wurde über einen eingefahrenen Mattenfilter gefiltert.
Es wurde mit Wasser mit folgenden Werten neu befüllt:

  • PH 7,95
  • KH 4,5°dH
  • GH 7,5°dH
  • Leitwert 326 µS/cm

Ich habe dem Wasser pro Liter 1 mittelgroßen Erlenzapfen genommen. So hoch braucht die Dosis normalerweise nicht zu sein, es sei denn, man erntet die Zapfen nach ergiebigen Regenfällen, wenn sie schon etwas ausgewaschen sind. Dann kann man die Dosis pro Liter durchaus schonmal auf 10 solcher Zapfen erhöhen.

Nach 6 Stunden:

  • pH: 7,30
  • KH: 4,0
  • GH: 7,0
  • Leitwert: 300 µS/cm
  • Farbe: wie Kamilletee

Nach 24 Stunden:

  • pH: 6,70
  • KH: 3,0
  • GH: 6,0
  • Leitwert: 280 µS/cm
  • Farbe: wie starker Schwarztee (!!)

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Verpilzung:

Bei Zuchtversuchen mit eierlegenden Fischen kommt es immer wieder vor, daß die Gelege mehr oder weniger stark verpilzen. Die Tannine in den Erlenzapfen wirken fungizid, das heißt, sie hemmen das Pilzwachstum und töten zum Teil die Pilzsporen ab. Hefepilze werden nach Literaturangaben nur etwas im Wuchs gehemmt, was bei der Aufzucht von kleinen Jungfischen sehr nützlich ist, da diese teilweise Hefe als Anfangsnahrung annehmen.
Bei Versuchen habe ich festgestellt, daß bei der Überführung von Salmlerlaich aus einem einzigen Ablaichvorgang in 2 unterschiedliche Gefäße der Laich in dem mit Erlenzapfen aufbereiteten Gefäß nicht verpilzte.

In jedem der beiden 5-l-Kunststoffbehälter waren ca. 100 Eier untergebracht, wovon in dem “Unbehandelten” fast 70 der Verpilzung zum Opfer fielen.

Im “Erlenwasser” wurden lediglich 10 Eier weiß, ohne jedoch die typische “Behaarung” zu bekommen.

Auch die Jungfische waren im behandelten Wasser weniger anfällig gegen Pilze. Die Zahl der herangewachsenen Jungfische war im Verhältnis zu den Fischen im unbehandelten Wasser sehr viel höher.Das ist wohl auf die schleimhautstärkende und antibakterielle Wirkung der Erlenzapfen zurückzuführen.

Ich gebe seither immer 3-5 dieser Zapfen pro 10 Liter in das Zuchtwasser. Ob auch Fische aus härterem Wasser diese Dosierung vertragen, kann ich nicht sagen, da ich bisher ausschließlich sogenannte “Weichwasserfische” bewusst zur Zucht angesetzt habe.

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Keimreduktion:

Die Wirkung der Erlenzäpfchen auf Keime ist offenbar schon lange bekannt.
Sie beruht auf der Abgabe von Gerbstoffen (oder Tanninen) an das Wasser.

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Die Schwarzerle (Alnus glutinosa):

Schwarzerle

Bild 2: Schwarzerle

Der schnellwüchsige Baum bevorzugt feuchten Boden, ist also vorwiegend an Bachläufen und anderen Gewässern zu finden. Der Stamm reicht bis zur Kronenspitze, der Baum wird bis etwa 25 m hoch; Stamm gerade, schlank; Rinde jung grau, glänzend, später braun, rissig; dünne

Zweige; Blätter oben dunkelgrün, unten heller, gestielt, gekerbt; Blüten grünlich oder rötlich, Blutezeit Februar-März, in gestielten Kätzchen, einhäusig.

Die männlichen Blüten sind hängend, mit weichen Schuppen, die 3 Blüten mit je 4 Staubblättern enthalten. Die weiblichen Blüten sind die Zapfen, sie sind eiförmig, aufrecht, geschuppt; die Frucht (Nüsschen) ist abgeflacht, mit schmalen Flügeln, in den Zapfen sitzend; Wurzeln mit gabelig verzweigten, kurzen, knotig angehäuften Verästelungen.

Die männlichen Staubkätzchen der einhäusigen Pflanze ähneln denen von Haselnuss und Birke. Die dort produzierten Pollen können bei dazu veranlagten Personen allerdings heftige allergische reaktionen auslösen.

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Bild 3a+3b: Erlenpolle

Stark vergrößert sehen diese Pollen sehr interessant aus, wie man auf den mir von Frank Mersch zur Verfügung gestellten Rasterelektronenmikroskop-Aufnahmen sehen kann.

Erlenzapfen am Ast

Bild 4: Erlenzapfen am Ast

Die ca. 1-1,5 cm großen Zapfen sitzen büschelweise auf Stielen (siehe Bild).

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Erlenholz als Dekomaterial:

Die Wurzeln der Schwarzerle sind hervorragend als Aquariendekoration geeignet.
Sie sind fein verzweigt und oft bizarr geformt.
Nachdem sie einige Zeit im Wasser gelegen haben, werden sie meist so weich, daß sie von ancistrinen Welsen fast vollständig zerraspelt werden.
Man braucht die gesammelten Wurzeln meist nur mit einer groben Bürste in einem Eimer mit Wasser zu reinigen und kann sie dann sofort im Aquarium verwenden. Da sie anfangs aufschwimmen, klemmt man sie zweckmäßiger Weise an einer Querstrebe des Aquariums fest.

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Andere Anwendungsgebiete:

Die gerbstoffhaltige Rinde kann nicht nur zum Gerben von Leder verwendet werden, sondern liefert zudem einen grauen Farbstoff. Ein Absud der Rinde wird in der Humanmedizin auch äußerlich zu Spülungen und zum Gurgeln angewandt.

Weiterführende Literatur:

DENGLER, A.T., 2002, Die Erle-eine Bereicherung für die Aquaristik.
Vereinsjournal der Aquarienfreunde Dachau;

Axel Gutjahr, Sind Erlenzäpfchen in Vergessenheit geraten?,
TI Nr. 143 Oktober/November 1998 Seite 72

Christian-Peter Steinle Weichmacher zum Pflücken,
DATZ Ausgabe 11 1998, Seite P 86

Autor nicht bekannt, Die Verwendung von Erlenzäpfchen zur Verbesserung des Aquarienwassers,
AT 1965 Seite 394 Rubrik: “Kleine Mitteilungen”

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  1. Fischtherapie mit Naturheilmitteln
  2. Blätter vom Seemandelbaum
  3. Erlenzäpfchensud
  4. Beschreibung von Alnus glutinosa, Schwarz-Erle
  5. Beschreibung von Alnus glutinosa, Schwarz-Erle
  6. Fotografie von Alnus glutinosa, Schwarz-Erle
  7. Baum des Jahres in 2003
  8. Blogarium – Erlenzäpfchen

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VDA AK Wirbellose-Treffen


VDA AK Wirbellose -Treffen in Hämelerwald/Lehrte

Von Bernd Posseckert in drta gepostet:

VDK-AKW-Logo

“Der Arbeitskreis Wirbellose der Binnengewässer im VDA hat sich Ende 2004 neu formiert und will nun endlich auch ein “richtiger” Arbeitskreis, also auch so richtig aktiv werden!
Weiteres siehe wirbellose.de

Das nächste große Treffen findet in Hämelerwald/Lehrte statt.

Das Programm:

Samstag, 2. April 2004
10.30 Wirbellosen (Tüten-)Börse
11.30 Mittagessen
13.00 Begrüßung durch Gerd Voss und Kai A. Quante
13.30 Nordamerikanische Süßwasserkrebse

im natürlichen Biotop beobachtet, Lutz Döring
14.30 Haltung und Zucht nordamerikanischer
Flusskrebse im Aquarium, Friedrich Bitter
15.30 Kaffee-Pause
16.00 Krabben und Garnelen und die
zugehörigen Biotope, Uwe Werner
16.45 Auf der Suche nach Caridina serrata, Andreas Karge
17.30 VDA AK Wirbellose JHV, Kai A. Quante
19.00 Abendessen und gemütliches Beisammensein

Sonntag, 3. April 2004
08.30 Gemeinsames Frühstück
09.15 Wie bestimmt man Garnelen? Karge/Klotz
10.00 Kleine Macrobrachium Arten, Werner Klotz
11.00 Pause
11.15 Zwerggarnelen erobern unsere Aquarien, Gerd Voss
12.00 Schnecken im Süßwasser-Aquarium Maike, Wilstermann
12.45 Verabschiedung durch Gerd Voss und Kai A. Quante
13.00 Mittagessen
14.00 Ende der Veranstaltung”

Fischasyl für Pimelodus pictus


Zum Pimelodus pictus wie die Jungfrau zum Kind

Vorgestern rief mich meine Cousine an:

“Hallo Peter,
… hast Du noch Platz für ein paar Fische?”
Nach der Aufzählung der zu evakuierenden Individuen bejahte ich diese Frage und harrte der Dinge, die da kommen sollten.
Bei den Schuppigen handelte es sich um 3 Sternflecksalmler, einen Ancistrus sp. “Wald und Wiese”, einen Trichogaster sp., eine Siamesische Rüsselbarbe und einen einzelnen Pimelodus pictus, genannt Engelsantennenwels.

Rüsselbarbe in Lauerstellung

Die im Text erwähnte Rüsselbarbe.

Nachdem sie ausgiebig mittels Tropfschlauch an das in meinen Aquarien befindliche Nass gewöhnt worden waren, zogen sie etwas unsanft mit der “Kescher-Methode” (rausfangen – reinschmeißen) in ihre neue Behausung ein.
Am nächsten Morgen (11.01.2005) nahmen sie bereitwillig das ihnen “ans Bett gebrachte” Frühstück, das aus tiefgekühlten roten Mückenlarven bestand, an. Den Kaffee ließ ich mal vorsichtshalber weg. 😉
Als besonders gefräßig erwies sich der Pimelodus, den meine Kinder mittlerweile “Monsieur Jaques Müller” getauft haben. Er hat sicher einen halben Würfel auf “Ex” verspeist.
Meine Befürchtungen, er könne sich an den kleineren Guppys und einigen minderjährigen Albino-Corys vergreifen, erwies sich als völlig unbegründet. Selbst, wenn ihm die Zwerge unter seinen Augen die besten Happen wegschnappen, werden sie nicht von ihm behelligt.

***
13.01.2005

Heute schwimmt der Pimelodus beim Frühstück munter im ganzen Becken rum. Bisher hatte er sich immer unter einem Gestrüpp von Anubias aufgehalten und gewartet, bis ihm die Mahlzeit vor das Maul schwamm.

Inpaichthys kerri / Königssalmler

Inpaichthys kerri GÉRY und JUNK, 1977

(Königssalmler oder auch Blauer Kaisertetra)

Inpaichthys kerry

Taxonomie

o- Klasse: Knochenfische Teleostomi (=Osteichthyes)
`+-Unterklasse: Strahlenflosser Actionpterygii
.`+-Ü.Ordnung: Echte Knochenfische Teleostei
..`+-Ordnung: Salmlerartige Characiformes
….`+-Unterordnung: Salmlerverwandte Characoidei
……`+-Familie: Echte Salmler Characidae
……..`+-Unterfamilie: Tetragonopterinae
……….`+-Gattung: Inpaichthys
…………`o-Art: kerri Géry und Junk, 1977

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Allgemeines

Die aus Südamerika (oberen Rio Aripuana , einem rechtsseitigen Nebenfluss des Rio Madeira im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso) stammenden Königssalmler werden etwa 5cm groß. Die Männchen besetzen ein kleines Revier, in dem mit laichbereiten Weibchen abgelaicht wird. Die Schwarmbildung ist bei dieser Art nicht sehr ausgeprägt.

Der Gattungsname Inpaichthys ist ein Ableitung vom Kürzel der brasilianischen Indianerschutzbehörde INPA.

Der Gattungsname Inpaichthys ist eine Ableitung vom Kürzel INPA (Instituto Nacional de Pesquisas da Amazônia) welches die Biodiversität Amazoniens untersucht. Der Artname wurde zu Ehren des damaligen INPA-Direktors Dr. Warwick Estevan Kerr gewählt.

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– der Lapis Tetra ist im Handel manchmal unter Inpaichthys sp. “Belém” zu finden.
Die Gattung war bisher nur mit einer Art gesegnet und wenn Vater und Sohn Hoffmann Recht behalten, wird sie es auch vorerst bleiben.
Die Fa. Aquarium Glaser / Rodgau hat Anfang des Jahres 2002 von einem Zierfischexporteur aus der brasilianischen Stadt Belém einen Salmler unter dem Handelsnamen “Lapis Tetra” erhalten. Neu importiert: der Lapis Tetra, Inpaichthys sp.

Der Königssalmler frisst alles, was durch Bewegung den Fresstrieb anregt und ins Maul passt. Auch Laichkörner anderer Arten werden gerne genommen.

Die Geschlechter kann man einfach anhand der Färbung der Fettflosse auseinander halten. Diese ist beim Männchen hellblau, beim Weibchen rot gefärbt.

Die silbrig-blaue Farbe der Männchen entwichelt sich am besten in weichem Wasser, in dem sich die Tiere Naturgemäß am wohlsten fühlen.

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Erfahrungen

Mitte Oktober 2003 erhielt ich von einem Bekannten beim Besuch seines Aquarienkellers drei Königssalmler, die bei ihm als Restbestand in einem Sammelaquarium schwammen. Es handelte sich bei dem kleinen Trupp um ein ausgewachsenes Männchen und zwei ebensolche Weibchen.
Zuhause angekommen, bezogen sie sogleich ein 50-Zentimeter-Aquarium. Dieses Becken war zu dieser Zeit unbesetzt, nur diverse Schnecken belebten es etwas. Eingerichtet war es mit einem kleinen Schaumstoffmattenfilter, der mit Luftheber betrieben wird, mit etwa 2cm Sandboden, einem Busch Javafarn und einem großen Kissen aus Javamoos.
Nachdem ich die Fische eine Weile mit verschiedenen Mückenlarven, Trockenfutter und frisch gefangenen Hüpferlingen gefüttert habe, wurde bei den beiden Weibchen ein deutlicher Laichansatz erkennbar.

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Geschlechtsunterschiede

Männchen und Weibchen sind auch ohne “Schwangerschaftsanzeichen” gut voneinander zu unterscheiden, da die Männchen etwas größer sind, bläulich schimmern und die Fettflosse eher bläulich-weiß ist (Siehe Foto), wogegen die Fettflosse der Weibchen rot ist.

Vermehrung

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Wasserwerte
Ablaichverhalten
Aufzucht der Jungfische

Buntes Treiben

Wärend der nächsten Tage konnte ich in schöner Regelmäßigkeit heftiges Balzen beobachten.
Also fing ich die Königssalmler aus ihrem Domizil und überführte sie nach einer bei mir altbewärten Methode in ein 40cm-Zuchtaquarium, das mit Laichnetz und Javamoos als Laichsubstrat ausgestattet ist.
Nach 5 Tagen brach ich diesen Versuch ab, da die Salmler ihr im Hälterungsaquarium so schön zu beobachtende Balzspiel jetzt im Zuchtbecken ganz eingestellt hatten. Sie bezogen also wieder ihr altes Becken und wurden sofort wieder gefüttert.
In den darauf folgenden Tagen begann das Balzspiel von neuem. Diesmal beließ ich aber die Fische im Hälterungsbecken.

Wasserwerte:
pH 7,0
KH 4°dH
GH 8°dH
26°C

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Männchen besetzt ein Revier

Das Männchen hatte eine Art Revier im Bereich des Javamooskissens bezogen, in dessen Nähe er die Weibchen nur wärend der “heißen Phase” des Balzspiels ließ.
Am 9. November entdeckte ich dann morgens beim Füttern den ersten Laich im Gestrüpp. Ich konnte beim besten Willen nicht mehr als 15 bis 20 Eier im Dickicht ausmachen, da einfach zuviel Javamoos für einen guten Durchblick in dem Becken wächst. Wieviele es also wirklich waren, lässt sich noch nicht einmal schätzen.
Leider konnte ich am nächsten Tag auch nur noch verpilzte, also abgestorbene Laichkörner finden.

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Überraschung

Ich hatte die erfolgreiche Vermehrung dieser schönen Salmler schon fast abgeschrieben, als am 27. November dann beim Füttern 3 winzige, etwa 4mm messende “Glassplitterchen” am Rand des Javamooses herumhüpften. Offenbar hatten die Königssalmler in letzter Zeid doch noch erfolgreich abgelaicht, ich hatte es aber nur nicht bemerkt.
Die Eltern wurden kurzerhand in ein anderes Aquarium umquartiert und ich fütterte die schon frei schwimmenden Jungen mit frischen Artemianauplien, die diejenigen, die ich sehen konnte, auch gerne nahmen.
Nach und nach konnte ich zwar noch mehr als die erwähnten 3 Jungfische sehen, es waren aber auf einmal nie mehr als 5 Stück, die sich aus dem Moos trauten.

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Aufzucht

Königssalmler-Männchen, 3 Monate alt

3 Monate alter Fisch.

Mit zunehmender Größe passte ich auch den Speiseplan an, wobei ich auch Hüpferlinge, feines Trockenfutter und später auch kleine schwarze Mückenlarven verfütterte.
Bei so wenigen Jungfischen lässt sich die Futterration nur sehr schlecht abschätzen. Ich benutzte, so lange die Fische noch sehr klein waren, zum Füttern eine 20ml fassende Spritze, auf die ich einen dünnen Luftschlauch aufgesteckt habe. Damit ziehe ich die gewässerten Futtertiere auf und bringe sie so nahe wie möglich an die Jungfische heran. Das hat den Vorteil, dass nicht so viel Futter im Aufzuchtbecken vergammeln kann und damit die Wasserqualität negativ beeinflusst.
Etwa 8 Wochen, nachdem ich die ersten Fischlarven im Aquarium entdeckt habe, waren die Jungfische auf etwa 16 bis 18mm herangewachsen. Es waren insgesamt 13 Stück, die jetzt natürlich gut zu zählen sind. Es ist zwar eine magere Ausbeute, diese 13 sind aber gesund und mein Bestand ist vorerst gesichert.

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Immer wieder Jungfische

Seit der ersten Vermehrung in meinen Wassern tauchen immer wieder einige Jungfische im Elternbecken auf. Ich füttere sie nicht extra.
Mit dieser Methode “Daueransatz” sind hier nun schon über 80 Jungfische groß geworden.
Mein Bestand ist also wohl auf Dauer gesichert, wenn nicht irgend ein Unfall passiert. 🙂

Literatur

Géry, J. & W.J. Junk (1977): Inpaichthys kerri n. g. n. sp., um novo peixe caracideo do alto Rio Aripuana, Mato Grosso, Brasil. Acta Amazonica 7(3): 417-422

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Inpaichthys kerry
Inpaichthys kerry in der Fishbase

Inpaichthys kerri auf der französischen Seite von Philippe Chevoleau

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Völlig OT, aber trotzdem:


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