Aquaristik ist spannend…

Seit ein paar Monaten läuft es jetzt. Mittlerweile sind die Steine völlig überwuchert. An die Lobelia cardinalis „Mini“ traue ich mich nicht richtig mit der Sense. Sie hat ewig gebraucht, bis sie überhaupt mal gewachsen ist und jetzt hat sie so eine hübsche Form.

Ihr kennt das sicher:

Man startet so ein Ding und ‚guckt‘ anfangs die Pflanzen größer. Die Düngung wird angepasst, man probiert vielleicht mal andere Düngekonzepte aus…

Dann kommt irgendwann der Schub und alles wächst wie verrückt. Man ist gefühlt nur noch am optimieren und schnippeln.

Irgendwann mal gibt es ein kleines Algenproblem, das man recht fix in den Griff bekommt, aber danach mit Argusaugen jedes Fitzelchen Alge beäugt, noch bevor die Garnelen es entdeckt und ihm den Garaus gemacht haben.

Man kniet vor dem Ding und entdeckt jeden Tag etwas neues.

Es taucht eine neue Schneckenart auf, die Garnelen bilden einen neuen Farbschlag, Bucephalandra schieben neue Blätter, nachdem sie fast 2 Monate nicht schneller als das Hardscape gewachsen sind, eine Eriocaulon bekommt eine Blüte, das Moos wächst ineinander und mann muss es wieder in Form zupfen, damit es sich nicht löst…

Und dann kommen Leute zu Besuch, denen erst mal ein Ei aus der Tasche fällt („Boah! Wie machst du das? Die Pflanzen wachsen bei dir ja! Sieht schön aus! Bei mir ist alles voller Algen und das Grünzeug geht ein!“) und die einem dann erzählen, dass es ja so entspannend ist, ein Aquarium zu haben.

Entspannend ist glaub ich anders. Ich finde Aquaristik ist ein ziemlich aufregendes Hobby!

Zoo D‘ Amneville

  1. Bilder
  1. Allgemeines
  2. Eintrittspreise
  3. Öffnungszeiten
  4. Update 2009
  5. Fotos
  1. Links

Allgemeines

Peter und ich wollten eigentlich im Sommer 2004 mit unseren Familien nach Karlsruhe fahren, aber da Montags das Museum der Wahl geschlossen war, entschlossen wir uns kurzerhand in den Zoo nach Amneville zu fahren. Als wir auf den Parkplatz fuhren, fielen uns bunt bemalte Strommasten auf. Nach dem Aussteigen konnte man in den Oberleitungen denn Strom singen hören. Nun waren es noch wenige Schritte bis zum Eingang, ein kurzer Blick auf die Preistafel, ein zweiter und ein dritter folgten… Nun zückte ich Notgedrungen meine Geldbörse, 18 Euro für Erwachsene und 13 Euros für meinen Sohn (2004) fand ich doch ziemlich heftig.
Kurz hinter dem Eingang wendenden wir uns dem Parkplan zu. Der Park war in Themen aufgeteilt, so dass die einzelnen Länder oder Kontinente ihre eigenen Abschnitten hatten, so wie man es aus den Vergnügungsparks kennt.
Es ist eigentlich mehr ein Park als ein Zoo, wie ich ihn aus Deutschland kenne.
Die Gehege waren meiner Meinung nach der Größe nach artgerecht und schön angelegt. Es machte auch richtig Spaß, durch den Zoo zu schlendern, da auch meist genügend Tribünen und Sitzgelegenheiten vorhanden waren, um es sich beim Beobachten gemütlich zu machen und zu genießen. Der Zoo machte einen sehr sauberen Eindruck. Ich würde immer wieder hin fahren, wenn sich eine Gelegenheit dazu bietet.

Eintrittspreise

Da wir jetzt schon mehrfach danach gefragt wurden und die offizielle Homepage des Zoos anscheinend keine diesgezügliche Informationen mehr bereit hält, schreiben wir mal die uns bekannten Preise hier her.
Die Eintrittspreise scheinen öfter geändert zu werden. Darum sollte man sich nicht auf diese Angaben hier berufen, aber als Anhaltspunkt können sie vielleicht schon mal nützlich sein:


Update September 2009:

  • frei für Kinder unter 3 Jahren
  • 20 € Kinder (3 bis 11 Jahre)
  • 25 € Erwachsene (+ 12 Jahre)

November 2015:

Kinder (3-11 Jahre) 29,-€

Erwachsene (12+ Jahre) 35,-€

 

Öffnungszeiten:

April bis September :
9:30 bis 19:30 Uhr
(Sonn- und Feiertage: 20:00 Uhr)

Oktober bis März :
10:00 Uhr bis zur Dunkelheit.

Zoo-Amneville Eingang

Elefantengehege

Großes Nasehorngehege

Raubkatze

Papageien

Zoo-Amneville

Braunbär

Pinguine

Fazit:

Der Zoo hinterließ bei mir einen guten Eindruck… Bis auf Aquarien wurde ein großes Spektrum an Tieren abgedeckt und man sollte schon 5-7 Stunden für einen Besuch einplanen… mit dem nötigen großen Geldbeutel oder genügend Essen und Getränke einpacken.
Ich würde ihn als wirklich empfehlenswert einordnen.

Solltet ihr auch mal den Park besucht haben, würde es mich freuen wenn ihr einen Kommentare dazu abgeben würdet.

Gruß Henry

Neues 2009 (von Peter):

Gestern (06.09.2009) war ich mit meiner Tochter dort. Der Eintrittspreis war wieder ein kleiner Schock, aber der Zoo ist um viele Angebote erweitert worden.
Löwin
Die Gehege sind sehr geräumig, gut eingerichtet und machen einen gepflegten Eindruck.
Afrikanischer Wildhund
Die Beschilderung ist immer noch größten Teils französisch.
Orang Utan
Das Orang Utan – Gehege ist sehr groß und die Primaten dort machen einen lebensfrohen Eindruck.
Orang Utan
Auch die anderen dort gehaltenen Tiere wirkten gepflegt:
Affen
Die Greifvogelschau sollte man sich nicht entgehen lassen – sehr beeindruckend.
h2(#fotos). Fotos:

Greifvogel-Schau
Greifvogel-Schau
Greifvogel-Schau
Greifvogel-Schau
Greifvogel-Schau
Greifvogel-Schau
Greifvogel-Schau
Greifvogel-Schau
Greifvogel-Schau

Zoo-Amneville

Aquaristik ohne Geheimnisse


Die Mattenfilterseite

Adresse: www.deters-ing.de

Seitenthema: Aquaristik

Spezielles: Mattenfilter

ein Großteil dieser Seiten sind dem als HMF oder HHMF abgekürzten Hamburger MattenFilter gewidmet.
Hier wird dieser Filter nicht nur theoretisch behandelt, sondern es gibt auch viele Hinweise zur Praxis und ein Diskussionsforum .

Die zahlreichen Berechnungstools , nicht nur zum Filter, suchen im deutschsprachigen Internet ihresgleichen, z.B.:

  • Wasserwerte
  • Tragfähigkeiten von Zimmerdecken
  • Pumpenleistung/Erforderliche Pumpengröße
  • Mattengröße eines Hamburger Mattenfilters
  • Gewicht eines Aquariums

…u.s.w.

Es gibt auch eine FAQ , wo häufig gestellte aquaristische Fragen beantwortet werden, wie z.B.:

  • Kann man per CO2 den pH-Wert senken?
  • Wie oft muss man ein Aquarium sauber machen?
  • Wie wird man Blaualgen los?
  • Wann muss man Neonröhren tauschen?

… und vieles mehr.

In Datz 12/2003 hat Olaf sein Wissen über den “Hamburger Mattenfilter” preisgegeben.

Aquarien-Stellrahmen

Olaf stellt eine mögliche Lösung für die Aufstellung größerer Aquarien vor:

Aquaristik ohne Geheimnisse – Statik – Aquariengestell

??Wie kann ein vernünftiges Aquariengestell aussehen, wenn man nicht die volle Last bedenkenlos auf den Boden aufbringen kann oder will? – Die Lösung sehe ich in einem sogenannten Halbrahmen. Das ist ein Winkel aus Stahlprofilen, welcher zum einen auf der Decke und zum anderen in der Wand aufliegt. Im folgenden möchte ich zeigen, was dabei im einzelnen zu beachten ist.??

weiter…

Ich finde, eine gute, praktikable Lösungsmöglichkeit. Darum hier kurz vorgestellt. (ich hoffe, Olaf hat nichts dagegen einzuwenden)

Freilandhaltung Neocaridina davidi

Neocaridina davidi – Fire Red, Invasionsgarnele, Turniergarnele, Gelbe Garnele… Haltungsversuche im Freiland.

Die ersten Neocaridinen hatte ich im Februar 2003 versehendlich in einen eingegrabenen 90l – Mörtelbottich mit ca. 50cm Wasserstand eingeschleppt.

Ende Februar gab es eine kurze Zeit mit -11°C Nachtfrost, worauf sich auf dem Wasser eine etwa 3cm dicke Eisschicht gebildet hatte. (der Frost dauerte nicht lange)

Im Juni 2003 habe ich dann den Bottich geleert. Bis dahin hatte ich nichts daran verändert seit Februar. (da bin ich zu 100% sicher)

Außer Schlamm, abgestorbenen Pflanzenresten und jeder Menge Kleingetier fand sich auch eine größere Population (>50 Tiere) jener Turniergarnelen in dem Kübel.

Dieses Erlebnis und die Schilderung von Gerd Voss (Wirbellosen-Mailingliste) über einen Dauerversuch im Freiland (beheizt) haben mich erst zu dem im September 2004 beendeten Freilandversuch mit Fire Red und Heterandria formosa bewogen.

Am 16.September 2004 habe ich die Freiluftsaison für Heterandria formosa (Zwergkärpflinge) und Neocaridina heteropoda var. red (Fire Red- oder Red Cherry-Zwerggarnele) vorläufig beendet, habe aber den Miniteich nicht völlig geleert.

Kurzer Bericht:

Start war am 15.Mai 2004,
Wassertemp.: 14°C um 10.00h morgens.
pH 7,2
GH 7,5°dGH
KH 3,0°dKH
NOx nicht nachweisbar

Eingesetzt habe ich in den 90l Mörtelkübel, der gut veralgt und mit einer Zwergseerose und Laichkraut bewachsen ist
H. formosa: 2 Männchen, 2 Weibchen
N. heteropoda 10 Tiere, davon 5Männchen und 5 Weibchen.

Sommerfrische abgebrochen am 16.September 2004 bei:

Lufttemperatur:
06.30h: 2°C
12.00h: 18°C

Wassertemp.:
6.30h: 8°C (alle sichtbaren Tiere für die Temperatur erstaunlich agil!)
12.00h: 12°C
pH 6,8
GH 3,5°dGH
KH 1,3°dKH (durch den überreichlichen Regen so abgefallen)

Herausgefangen habe ich

32 H.formosa in allen Altersstufen,
etwa
60 Garnelen, alle recht kräftig rot gefärbt.

Die H.formosa waren allesamt gut genährt, was auf die Culexlarven, Hüpferlinge und Garnelenbrut zurückzuführen ist. Verluste unter beiden eingebrachten Arten sind sicherlich durch viele Libellenlarven zu verzeichnen, die sich im Bottich aufgehalten haben.

Alle im Bottich gewesenen Tiere machen einen ausgesprochen gesunden Eindruck.

Das Thermometer hat als Wassertiefsttemperatur 7°C und als Höchstwert 32°C geloggt.

Der Durchschnitt lag bei 17°C.

Es sind also beide Arten recht variabel.

Blasenschnecken fressen Algen

Blasenschnecken (Physidae) leben normalerweise in stehendem und langsam fließenden Gewässer. Sie ernähren sich von Pflanzen- und Fischfutterresten und Algen.

Blasenschnecke

Die Art Blasenschnecken (vermutlich Physa oder Physella sp.), die in meinen Aquarien lebt, sind relativ klein, etwa 5-7mm lang und gehören zu den besten Algenvertilgern, die ich im Aquarium bisher hatte.

Blasenschnecke

Die Eier werden in Form weicher länglicher Eimassen abgelegt.

Blasenschnecken-Nachwuchs

Systematik

o- Ordnung: Lungenschnecken Pulmonata
 `+- Unterordnung: Wasserlungenschnecken Basommatophora
  `+- Überfamilie: Planorboidea
    `+- Familie: Blasenschnecken Physidae
      `+- Unterfamilie: Physinae
        `+- Gattung: Physella ODER
        `+- Gattung: Physa Draparnaud, 1801
          `+- Art: sp.

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